Kategorie-Archiv: Otago

Cascade Saddle, Routeburn-, Greenstone-, Mavora- und Mararoa-River-Track

Hey,

wir sind bereits vorgestern (Mi, 08.03.) in das schoene Oertchen Te Anau gekommen, nach super-feinen 9 Tagen bei gutem Wetter und wunderschoenen Tracks durch den Sueden Neuseelands!

Nach den schoenen, aber auch intensiven Tagen in Wanaka, in denen wir alles fuer die Alternativ-Route ueber den Cascade Saddle und den Routeburn-Track vorbereitet haben (z.B. haben wir zusammen mit Jule und Hauke 2 grosse Essenspakete mit insgesamt 25KG nach Glenorchy geschickt), ging’s am Di, 28.02. los in den Mt. Aspiring Nationalpark.
Um 9 Uhr standen wir bereits an der Strasse, um eine Mitfahrgelegenheit zum 51Km entfernten Raspberry-Carpark zu bekommen, von dem aus man in den Aspiring-Nationalpark wandert. Das klappte auch echt gut und so starten wir bereits um kurz nach 10 Uhr unsere Wanderung. Nachdem der Tag noch so jung ist, entscheiden wir uns, die 3-4 stuendige Wanderung zum Rob-Roy-Glacier zu unternehmen, bevor wir die 9Km das Tal entlang zur Aspiring-Hut gehen, um von dort aus am naechsten Tag auf den Cascade-Saddle zu steigen.
Der Abstecher zum Fusse des Rob-Roy-Glacier ist eine echte Genusswanderung und die Blicke auf den Gletscher beim Wandern durch das bewaldete Seitental entlang dem reissenden Gletscherbach sind echt beeindruckend. Immer wieder hoeren wir ein „Donnergrollen“ von den abbrechenden Eisbrocken – faszinierend, das „Arbeiten“ der Natur so hautnah zu erleben!

    

Nach dem Wiederabstieg zurueck ins Tal, gehen wir entlang dem Fluss zur Aspiring-Hut. Es ist nach wie vor eine Freude fuer uns, durch weite Taeler zu streifen, die immer wieder anders wirken. Diesmal gehen wir nicht aus den Bergen raus, sondern auf sie zu und am Ende des Wegs zeigt sich Mount Aspiring – der 3.000m hohe Waechter ueber die 100 Gletscher, die es in diesem Nationalpark gibt.

Als wir beim Zeltplatz der Aspiring-Hut ankommen, sehen wir schon das Zelt von Jule und Hauke, die es auch per Autostopp gut in den Nationalpark geschafft haben. Bei Sonnenuntergang gleicht die gemaehte Wiese einer kleinen Zeltstadt, u.a. sind auch Francis (die Neuseelaenderin mit der gelben Ukulele) und 2 Freunde von ihr am Campingplatz – die einzigen anderen TA-Hiker hier, die wie wir die Ueberschreitung des Cascade-Saddle und Wanderung durch das Rees-Valley nach Glenorchy am Plan haben.

Noch vor Sonnenaufgang laeutet der Wecker und kurz nach halb 8 Uhr (Mi, 01.03.) starten wir den 3 Km und 1.400 Hm Aufstieg auf den 1.800m hohen Pylon-Summit. Es ist steil, sehr steil – den Aufstieg soll man nur bei trockenen Bedingungen machen, weil es sonst sehr rutschig sein kann und leider verungluecken hier auch jedes Jahr Wanderer, die das nicht beachten. Fuer uns ist der Aufstieg anstrengend aber soweit ungefaehrlich und die Ausblicke beim Aufstieg und von oben sind ein Traum :-)…

 

Auch der Weiterweg hinab zur Hochebene und entlang bis zum Cascade Saddle ist wunderschoen! Am Sattel angekommen sind die Blicke auf den Dart-Glacier, die umliegenden Berge und hinab ins Tal vielleicht die Spektakulaersten auf unserer bisherigen Wanderung durch Neuseeland. Wir geniessen unsere Mittagspause an diesem besonderen Platz.

 

Ein Kea leistet uns Gesellschaft und schnappt sich am Ende leider noch die Kamera-Huelle von Jule. Spaeter treffen wir noch jemanden, dem die Kameratasche samt Objektiv von einem Kea geklaut wurde!

Am Weiterweg steigen wir ab bis zum Ende der Gletscherzunge. Der Weg das Tal entlang bis zur Dart-Hut, gesaeumt von den mit Gletschereis ueberzogenen Bergen, ist ein Genuss…

   

Bei der schoenen und modernen Dart-Hut gibt es ein richtig schoenes Naturpool im Dart-River und wir erfrischen uns noch mit einem Bad im Gletscherwasser. In der Hut haben wir ein schoenes Kennenlernen mit Ronja und Jonathan, 2 Geooekologen, die genausoviel Freude haben hier zu wandern wie wir. Und bei ein paar Runden Doppelkopf lassen wir den Tag ausklingen bis es dunkel wird und wir in die gemuetlichen Schlafsaecke kriechen… „What a day!“ 🙂

Den Tag darauf (Do, 02.03.) gehen wir es gemuetlich an – es steht nur eine 5 stuendige Wanderung ueber den Rees-Saddle und das Rees-Valley zur naechsten Huette, der Rock-Shelter-Hut, am Programm. Es ist einfach herrlich hier zu wandern und von unserem Mittagspausen-Platzerl am Rees-Saddle geniessen wir die Ausblicke in die umliegenden Taeler. Dort treffen wir witzigerweise auf 2 weitere TA-Hiker, die bereits vor 2 Wochen in Bluff angekommen sind und wir tauschen ein paar Neuseeland-Erfahrungen aus.

Es ist erst 14 Uhr als wir zur Rock-Shelter-Hut kommen. Im Gletscherfluss nehmen wir ein kurzes, aber dafuer umso erfrischenderes Bad (Julia zieht die Gartenschlauchdusche bei der Huette mit 22 Grad vor :-)) und waehrend eine Doppelkopf-Runde nach der anderen gespielt wird, trudeln immer mehr Wanderer bei der Huette ein. Unter anderem auch Francis und ihre 2 Freunde, die uns von ihrer Zeltuebernachtung am Cascade Saddle berichten: Sie wurden in der Nacht von den Keas „attackiert“ und alle 3 Zelte wurden auf der Suche nach Fressbarem aufgerissen und die 3 haben so gut wie nicht geschlafen 🙁 – da haben’s wir in der Dart-Hut geruhsamer gehabt…

Die Nacht ist etwas unruhig, nachdem einige starke Windboen um die Huette pfeiffen und den prognostizierten Wetterumschwung mit Regen ankuendigen. Aber wir haben Glueck, in der Frueh (Fr, 03.03.) ist es in den Bergen hinter uns zwar recht wolkenverhangen, aber bei uns regnet es nicht. Wir machen uns bereits um halb 8 auf den Weg durch das Rees-Valley – um 14 Uhr holt uns ein Gelaendewagen vom 19Km entfernten Carpark am Ende des Tals ab, den wir uns von Wanaka aus organisiert haben. Wir gehen anfangs durch schoenen Wald und spaeter ueber weite Wiesen-Ebenen entlang dem Fluss. Beim Carpark haben wir noch eine Stunde Zeit fuer unser Lunch und um 14:30 Uhr kommen wir wie geplant mit Alan von Glenorchy-Journeys im kleinen Oertchen Glenorchy an. Hier haben wir bei Woolly’s Campground einen Zeltplatz fuer eine Nacht gebucht und die beiden Pakete mit dem Essen sind auch gut angekommen :-). Der Nachmittag mit Waeschewaschen, Duschen, Kaffeetrinken, Essensvorraete aufteilen, Akkus laden und Doppelkopf spielen ist fast ein wenig stressig und auch die Nacht, in der immer wieder Autos am Campingplatz vorbeifahren, ist etwas unruhig.

…Dennoch geht es wieder frueh raus am naechsten Tag (Sa, 04.03.). Nach Zeltabbau und Porridge-Kochen noch vor Sonnenaufgang, werden wir um halb 8 Uhr von Alan abgeholt, der uns zum 25km entfernten Ausgangspunkt des Routeburn-Tracks bringt, einer der 9 sogenannten Great Walks in Neuseeland. Es ist ein schoener Morgen und vollgepackt mit Essen fuer die naechsten 6-7 Tage starten wir um kurz nach 8 Uhr unseren bisher laengsten Wandertag.
Fuer Wanderer, die am Te Araroa unterwegs sind, ist es ein Traum auf einem Great Walk zu gehen: Die Wege sind breit und im optimalen Zustand und so kommen wir recht flott voran. Durch schoenen Wald entlang einem tuerkis-blauen Fluss wandern wir vorbei an der Flats-Hut und machen an der Falls-Hut unsere erste Pause.

Wir steigen nach der Falls-Hut auf zu einer Hochebene, an deren Ende wir entlang bis zum hoechsten Punkt des Routeburn wandern, dem Harris Saddle (1.300m). Herrlich sind die Blicke ueber die Hochebene mit dem See und dem Fluss und die umliegende Felslandschaft.

 

Auf der anderer Seite des Sattels steigen wir etwas ab und wandern anschliessend einige Kilometer die Bergflanke entlang, mit Blicken auf das Tal und gegenueberliegende Berge, die immer wieder mal von den Wolken eingehuellt werden und verschwinden. An einer Stelle koennen wir beim Blick zurueck das Tal entlang sogar bis zum Meer an der Westkueste sehen. Nach einem kurzen Abstieg sehen wir schon hinunter auf den Lake Mackenzie und die gleichnamige Hut. Beim Abstieg sehen wir einige Keas. Der Hunger treibt uns an, als wir jedoch in den letzten Waldabschnitt vor der Hut kommen, werden wir noch einmal „eingebremst“ und wir staunen ueber die schoene Landschaft der moosueberzogenen Baeume und Felsen.

Nach der einstuendigen Mittagspause mit Avocado-Kaese-Wraps, Biersticks und Nuessen bei der Mackenzie-Hut, fuehlen wir uns gut gestaerkt fuer den Weiterweg. Bei Nebel geht’s weiter durch Waelder und wir kommen an einen spektakulaeren Wasserfall, den 174m hohen Earland-Falls. Bei der Howden-Hut essen wir noch 2 Muesliriegel, bevor wir den Routeburn-Track verlassen und auf dem Greenstone-Track noch bis zur schoenen McKellar-Hut wandern. Als wir um 19 Uhr ankommen, zeigt das GPS-Geraet 37Km, 1550Hm und 8:33h Zeit in Bewegung an. Das Abendessen schmeckt richtig gut nach diesem langen Tag und wir haben eine seeehr erholsame Nacht in der gemuetlichen Hut :-)!

  

Den naechsten Tag (So, 05.03.) gehen wir gemuetlich an und es ist schon nach 9 Uhr als wir uns auf den Weg zur Greenstone-Hut machen. Wir geniessen es durch den schoenen Wald zu wandern, auch wenn die Beine noch muede sind vom Vortag. Gegen 14 Uhr erreichen wir die Greenstone-Hut – eine der schoensten Huts bisher. Den sonnigen Nachmittag verbringen wir mit Essen, Schlafen und Quatschen mit den anderen Hut-Besuchern auf der Terrasse, mit wunderschoenem Rundumblick…

Von der Greenstone-Hut starten wir am Mo, 06.03. den Mavora-Walkway und gehen ab diesem Zeitpunkt wieder auf dem „offiziellen“ Te Araroa Trail. Es geht wieder durch einen Wald, bevor wir in das offene Tussok-Tal kommen, das wir den Flusslauf entlang bis zum noerdlichen Mavora-Lake folgen. Am Ende des Tages kommen wir zur Careys-Hut, die direkt am See liegt. Das kurze Bad im See ist prickelnd kalt, aber danach fuehlt man sich umso besser :-)! Wir ergattern noch die letzten freien Betten der 6-bunks Hut und sind froh in der warmen Hut zu sein, denn draussen kuehlt es richtig ab ueber Nacht. Beim Abendessen lernen wir Bernhard (Kartograph aus Deutschland), Marie (Pysiotherapeutin aus Deutschland), Margarete (Nationalparkmitarbeiterin aus Frankreich) und Rebecca (professionelle Hornspielerin aus den USA) naeher kennen.

Es ist sehr kalt als wir am naechsten Tag weitergehen, wir starten eingepackt und mit Handschuhen (Di, 07.03.). Eine stille und friedliche Atmosphaere liegt ueber der schoenen Landschaft mit dem dunklen See. Wir wandern die 10Km das Seeufer entlang, mal ueber Wiese, mal durch den Wald, mal am Kiesstrand, aber immer schoen :-). Am Ende des Sees machen wir eine erste Pause.

 

Als uns zu kalt wird gehen wir weiter und kommen auf den Mararoa-River-Track, der uns zuerst den suedlichen Lake Mavora und dann den Mararoa-Fluss entlang fuehrt – stets auf Waldwegen, die wir immer gerne begehen. Wir haben im Wald eine schoene Begegnung mit einer Gruppe von 6-8 Fantails, die aufgeregt von Ast zu Ast fliegen und ihre Schwanzfaecher aufbreiten – echt lieb diese unscheuen Waldbewohner. Ueber einen kurzen Abstecher kommen wir zur Kiwi-Burn-Hut, die einsam auf einer grossen Wiesenflaeche, umgeben von bewaldeten Huegeln, liegt. Auf der Veranda geniessen wir beim Abendessen die letzten Sonnenstrahlen bevor es draussen zu ungemuetlich wird. Jule und Hauke heizen den Ofen an und bei Kerzenschein spielen wir noch eine Runde Doppelkopf.

  

Bei kalten 4 Grad machen wir uns gegen halb 9 Uhr (Mi, 08.03.) auf den Weiterweg. Es liegt Nebel ueber der Landschaft als wir uns nach 1,5Km die Sandalen fuer das River-Crossing des dampfenden Mararoa-River anziehen – der Fluss ist waermer als die Luft, aber nicht viel ;-).

Es dauert nicht lange und die Fuesse werden wieder warm, waehrend die Sonne die Nebelschwaden aufloest. Bei der ersten Pause ist der Himmel bereits wolkenlos und wir geniessen das Sitzen in der Sonne auf den glatten Steinen des Flussbetts.

Ein paar Kilometer schlagen wir uns dann noch durch das hohe Gras und die Dornenbuesche bevor wir zur parallel verlaufenden Schotterstrasse gehen. Nach wenigen Kilometern auf der Schotterstrasse bekommen Julia, Marie und ich gleich mal eine Mitfahrgelegenheit nach Te Anau; 1-2 Stunden spaeter sind auch Jule und Hauke im Sandfly-Cafe, in dem wir den Kaffee, Chai Latte, die Eggs Benedikt mit Lachs und den Carrot Cake ausgiebig geniessen :-).

 

Nachdem das Wetter immer gepasst hat und wir jeden Tag gut Kilometer zurueckgelegt haben, sind wir 2 Tage frueher als geplant in Te Anau. Wir buchen uns fuer die erste Nacht eine 4er-Cabin im Holiday-Park mit Jule und Hauke und verschieben die 2 gebuchten Naechte im Motel nach vorne. In der Bibliothek setzen wir uns an die Computer und „machen Naegel mit Koepfen“ fuer das Ende unseres Trails: Wir buchen 2 Naechte in Invercargill (groessere Stadt unmittelbar vor Bluff) von 20.-22.03. sowie den Flug von Invercargill nach Christchurch zu Paula und Erwin fuer den 22.03.. Das heisst, wenn alles nach Plan verlaeuft, werden wir am 21.03. nach Bluff wandern und das suedliche Ende des Te Araroa erreichen… :-)!

…Schoen langsam kreisen die Gedanken schon immer mehr um das Ende des Te Araroa. Wehmut und Freude sind zu gleichen Teilen praesent: Es ist einerseits gut, dass diese Wanderung ein Ende findet. Die Ausruestung zeigt schon Verschleisserscheinungen und auch, wenn wir so fit sind wie nie zuvor, fuehlen sich unsere Koerper muede an und freuen sich schon jetzt aufs Strandliegen auf den Philippinen ;-). Und wir freuen uns auch auf all unsere Lieben zuhause und den Komfort unseres Haeuschen mit Licht, Warmwasser und Klospuelung :-)! Andererseits neigt sich eine fuer uns ganz besondere Zeit dem Ende zu – ein so intensives Erleben der Natur, fernab von allem Alltaeglichen tut uns einfach unglaublich gut! All die Eindruecke, die wir hier Tag fuer Tag erfahren, werden uns bestimmt noch fuer laengere Zeit beschaeftigen, das spueren wir!
…Aber jetzt geniessen wir erstmal noch das nette Staedtchen Te Anau und freuen uns auf das heutige Barbeque bei strahlendem Sonnenschein im YHA-Hostel mit Jule und Hauke – unser letzter Rasttag, bevor es morgen Samstag (11.03.) wieder los geht, zur letzten Etappe auf dem Weg nach Bluff!

Alles Liebe fuer euch!
Die Schanos (gestern haben wir auf unseren halbjaehrigen Hochzeitstag angestossen :-))

Two Thumb Track, mit dem Fahrrad nach Twizel und ueber Ahuriri- und Breast Hill-Track nach Wanaka

Ihr Lieben,

Lange ist’s her und viele Kilometer und Hoehenmeter wurden wieder zurueckgelegt seit unserem letzten Eintrag aus Geraldine. Mit dem „Two Thumb Track“ und dem „Breast Hill“ haben wir 2 besondere Highlights des Te Araroa bei herrlichem Sommerwetter erlebt! Der Sommer ist nun endlich in Schwung gekommen und das Baden in den vielen schoenen Seen bei denen wir vorbeigekommen sind hat uns immer wieder an das schoene Salzkammergut und das Blau des Attersees erinnert :-)!

Nach einem ziemlich erledigungsreichen Rest-Day in Geraldine sind wir am Di, 14.02. um 10 Uhr von der netten Frau des Community Service aus Geraldine bei unserem Motel abgeholt und in das 20 Minuten entfernte Peel Forest gebracht worden (ein super-Service um nur 14 Dollar pro Person). Nach einem Kaffee und heisser Schokolade ging’s mit dem Betreiber des Cafe – das Kaffeehaus und Post-Office in einem ist – mit dem Jeep auf Postler-Tour. Um 10 Dollar kann man naemlich mit ihm auf seine 1,5 stuendige Post-Verteiler-Tour mitfahren, an deren Ende man zum Ausgangspunkt des Two Thumb Track kommt, an dem der Te Araroa nach der Hazard Zone des Rangitata-River (der zu diesem Zeitpunkt zu hoch war, um durchquert zu werden), fortsetzt. Nach dieser schoenen Rundtour mit der sogenannten „Rural Post“ bei guter Musik mit akustischen Cover-Songs und herrlichen Ausblicken auf die frisch-angezuckerten Berge (es hat am Vortag geregnet bzw. geschneit) haben wir am fruehen Nachmittag den Two Thumb Track gestartet…

Entlang des Bush-Stream – den wir immer wieder durchqueren – fuehrt der Weg bergauf durch das wunderschoene Tal, mit Blick auf die dunklen Felsen mit frischem Schnee…

Nach eine Bergkuppe kommen wir noch einmal zum Fluss, bevor es den steilen Anstieg hinauf zur Crooked Spur Hut geht. Die Blicke ueber das Tal und die Berge sind ein Hammer und werden mit jedem Hoehenmeter besser 🙂

Die Hut mit 8 Bunks ist bereits voll – wir treffen wiedermal auf die amerikanischen Jungs, denen wir seit der Blue Lake Hut immer wieder begegnen und die mittlerweile zu 6t unterwegs sind, ausserdem ist noch eine Frau (Northbounder) aus Melbourne da – und so stellen wir unser Zelt auf dem schoenen Aussichtsplateau auf. Ueber uns fliegt ein Kea und beim Abendessen lassen wir uns von der Frau aus Melbourne von einem Weitwanderweg in Australien erzaehlen (den sie vor einigen Jahren selbst gemacht hat), auf dem man mehr als 20 Giftschlangen am Tag begegnet… Wir sind froh in Neuseeland zu sein :-)!

Die sternenklare Nacht ist A****-kalt und ohne die Inlets waere es mehr als ungemuetlich geworden. Wir machen uns keinen Stress in der Frueh (Mi, 15.02.) und sind um 9 Uhr die Letzten, die sich von der Hut auf den Weg machen…

Es geht gleich mal einige Hoehenmeter bergauf auf den 1.500m hohen Sattel, von dem aus wir die Rundumblicke geniessen, waehrend wir die erste Pause machen. Die Sonne scheint vom Himmel, eine tiefe Stille liegt ueber dem Land und es koennte gerade nicht schoener sein! Der Weg fuehrt hinab und ueber ein paar Huegel kommen wir wieder an den Bush-Stream. Wir geniessen es sehr hier durchzuwandern und die Landschaft erinnert uns an das Altiplano der Atacama-Wueste, nicht zuletzt aufgrund der aussergewoehnlichen Stille hier. Wir kommen zur Stone Hut und treffen den ersten Oesterreicher am Te Araroa, Dominik aus Kirchdorf an der Krems. Wir freuen uns ueber die Begegnung mit dem lieben „Northbounder“ und verbringen die Mittagspause gemeinsam, bevor wir uns auf den Weiterweg machen.

Auf unschwierigem Weg geht es entlang des Bush-Stream zur Royal Hut, unserem Tagesziel (Royal Hut heisst sie, weil Prince Charles und seine Schwester bereits in dieser Hut geschlafen haben). Die Hut ist mit einer Gruppe von 7 aelteren Damen aus Auckland voll belegt und so stehen bereits die Zelte der amerikanischen Jungs, als wir ankommen. Auch wir stellen wieder das Zelt auf und lassen die nassen Schuhe von Sonne und Wind trocknen…

Die Nacht bei der auf 1.300m gelegenen Royal Hut war noch eine Spur kaelter als die Nacht zuvor und wir haben diesmal morgens eine kleine Eisschicht statt Tau am Zelt. Wir kriechen um 6 Uhr – noch vor Sonnenaufgang – aus dem Zelt und Julia kocht in der gemuetlichen Hut im Licht der Stirnlampe (die aufgrund der immer kuerzer werdenden Tage nun immer oefters auch schon in der Frueh zum Einsatz kommt) den Porridge, waehrend ich mir beim Zusammenklappen der Zeltstangen die Finger abfriere – schlechte Rollenverteilung fuer mich an diesem Morgen 😉 (Do, 16.02.).
An diesem Tag startet der Track gleich nach der Hut mit der Durchquerung eines kleinen Flusses, um den Weg hinauf auf den hoechsten Punkt des Te Araroa – den Stag Saddle (knapp 2.000m) – in Angriff zu nehmen. Fuer dieses eine Crossing ziehen wir uns die Schuhe aus, damit wir sie trocken behalten: Es ist ein schraeges Gefuehl, wenn einem der kalte Gebirgsfluss warm vorkommt, wenn man von der gefrorenen Erde ins Wasser steigt – ein „cooler“ Start in den Tag! Nach dem Wiederanziehen der Socken+Schuhe gehen wir flotten Schrittes bergauf und das Gefuehl in den Zehen kommt langsam wieder. Eine halbe Stunde spaeter steigt die Sonne ueber die Berghaenge im Osten und Haube, Fleece- und Daunenjacke werden gegen kurze Hose, Hut und Sonnenbrille getauscht – die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind echt nicht schlecht! Der 700Hm Anstieg auf den Stag Saddle ist ziemlich steil, aber mit jedem Schritt wird die Aussicht besser und wir freuen uns, als wir oben – am hoechsten Punkt des Te Araroa – ankommen!

Es geht dann noch kurz ein Stueck bergauf zum gegenueber liegenden Bergkamm, von dort ist die Aussicht noch besser und wir haben eine richtig feine Pause. Der Abstieg ueber den Kamm ist ein purer Genuss – das sanfte huegelige Tal auf der linken Seite, der Lake Tekapo auf der rechten Seiten, flankiert vom Massiv der Suedalpen aus deren Mitte Mt. Cook – der hoechste Berg Neuseelands mit 3.700m – ragt. Diese „ridgeline“ entlang zu wandern ist echt etwas Besonderes…

Der Weg fuehrt hinab ins Flusstal und ueber eine Bruecke kommen wir zur Camp-Stream-Hut. In der Sonne lassen wir das Zelt trocknen waehrend wir eine ausgiebige Pause im Schatten der Huette einlegen. Der Weiterweg entlang dem Fluss durch das Tal macht uns Freude und bald kommen wir zum letzten Anstieg, der extrem steil auf ein Plateau und zum Richmond-Track fuehrt. Ueber diesen 13Km langen Weg durch die huegelige Landschaft kommt man zum Carpark an der Lily-Bank-Road, die am Ufer des Lake Tekapo entlang fuehrt – dort werden wir am naechsten Tag um 10 Uhr unsere Fahrraeder entgegennehmen. Nach ca. 5Km erreichen wir einen Aussichtshuegel und beschliessen, unser Zelt aufzuschlagen und die restlichen 8Km morgen in der Frueh noch zu gehen. Der Zeltplatz ist ein Traum und wir erleben einen wunderschoenen Sonnenuntergang. Es ist so still hier, dass wir das Gefuehl haben, in einer riesigen 3D-Anssichtskarte zu sitzen 🙂 – was fuer ein Geburtstagsgeschenk, dieser wunderbare 16. Februar 2017!

Es ist immer fein, wenn wir in der Frueh auf leichten Wegen unterwegs sind und dem Tag beim Erwachen zusehen koennen (Fr, 17.02.). Am Ende des Richmond-Tracks steigen wir hinab zum Fluss und kommen zur Strasse, wo nach ein paar Minuten auch schon Wayne mit unseren Fahrraedern vorbeikommt. Der Weg von hier entlang dem Lake Tekapo und weiter entlang dem Kanal zum Lake Pukaki und nach Twizel ist eine flache, knapp 70Km lange Strecke (teils auf Schotter, teils auf Asphalt), die sich ideal zum Radeln anbietet und zu Fuss eine eher muehsame und unspannende Angelegenheit waere.
Der Blick auf das Blau des Lake Tekapo ist so schoen wie vor 6 Jahren und das Mittagessen mit Pizza und Burger im Ort Tekapo koennte nach den vielen Tagen mit Muesliriegel-Mittagessen besser nicht sein 🙂 Nach der langen Mittagspause die ihren kroenenden Abschluss in einer riesigen Portion von unglaublich gutem Kapiti-Eis gefunden hat, schwingen wir uns mit gefuehlten 10Kg mehr wieder auf die Raeder und fahren den tuerkis-blauen Kanal, in dem nach Lachsen gefischt wird, entlang zum schoenen Lake Pukaki, der seit diesen traumhaften Tagen, die wir dort vor 6 Jahren verbracht haben, fuer immer ein besonderer See fuer uns bleiben wird. Das Wiedersehen mit dem Lake Pukaki freut uns und es faellt ein wenig schwer, an der Kreuzung dieses Mal nach links Richtung Twizel und nicht nach rechts zu dem schoenen Campingplatz, den wir damals hatten, abzubiegen. Das Radeln am Alps2Ocean Cycle-Trail entlang des Sees ist ein Genuss, wir machen eine Pause an einem schoenen Kiesstrand und ich wage den Sprung ins kuehle Nass. Wir treffen uns mit Wayne, der uns noch die letzten Kilometer zur High Country Lodge bringt, in der wir ein Zimmer fuer 2 Naechte gebucht haben.

Am naechsten Tag (Sa, 18.02.) wird Waesche gewaschen und auch der Koerperpflege wird wieder etwas Aufmerksamkeit geschenkt ;-). Wir testen den Kaffee, die heisse Schokolade und den Carrot-Cake in 2 verschiedenen Kaffeehaeusern des Orts (alles top :-)) und im Supermarkt wird wieder viel Geld fuer Muesliriegel, Haferflocken, Sonnencreme, Peanutbutter, Trockenfruechte, etc. ausgegeben, damit wir fuer die naechste 7-Tages Etappe ausgestattet sind. Am Abend verabreden wir uns mit Jule, Hauke und Matthias (Jule’s Papa, der fuer 10 Tage mit ihnen gewandert ist) zum Abendessen und wir haben einen feinen Abend gemeinsam, bei dem wir uns ueber unsere Erlebnisse der letzten Tage und Wochen austauschen.

Am naechsten Tag (So, 19.02.) versuchen wir nach Mt. Cook Village zu stoppen, um eine Wanderung im Herzen der Southern Alps zu unternehmen. Nach einer halben Stunde am Strassenrand geben wir auf und der Gedanke,  doch heute noch mit Jule und Hauke den Te Araroa fortzusetzen ist sehr reizvoll und nur fuer einen Tagesausflug ist die geplante Tour fast zu muehsam per Autostopp. – Irgendwann kommen wir hoffentlich wieder, um Mt. Cook und seinem Nationalpark einen Besuch abzustatten!
Nach letzten Erledigungen und Kaffeehausbesuch sind wir mittags fertig zum Aufbruch. Da zaubern Jule und Hauke noch ein paar Flaschen Bier aus den Rucksaecken, um auf meinen Geburtstag anzustossen – sehr lieb von den beiden und ein ungewoehnlicher Start in die Wanderung :-)!


Es ist seeeehr heiss, als wir die Schotterstrasse zum Lake Ohau wandern und wir sind froh, als wir nach 15Km den schoenen See erreichen, in dem wir uns auch gleich mal abkuehlen. Die Zelte stellen wir unweit vom Seeufer auf und es ist ein schoener lauer Abend den wir, bis die Sterne vom Himmel leuchten, gemuetlich ausklingen lassen.

Dichter Nebel liegt ueber der Landschaft und der See scheint verschwunden als wir uns am naechsten Tag auf den Weg machen (Mo, 20.02.). Mit der Sonne verfluechtigt sich der Nebel und wir erfreuen uns an den schoenen Wolkenspielen in der Morgensonne, bis der Himmel wolkenlos ist.

Nach 13Km kommen wir zur Abzweigung, an der der Weg vom See wegfuehrt und den Berg hinauf ansteigt. Es ist heiss und so liegen wir noch 2 Stunden auf der schoenen Schotterbank unter den Weiden, lauschen dem Wasser und geniessen den Ausblick auf die schneebedeckten Berge – ein echtes Traumplatzerl ohne Sandflies :-)!

Schwer trennen wir uns von dem Platz am Lake Ohau, wandern in der Sonne noch 1-2Km bis wir den kuehleren Wald erreichen, in dem wir den Fluss entlang viele schweisstreibende Hoehenmeter zuruecklegen, bevor wir kurz vor der Baumgrenze noch eine laengere Rast einlegen.
Die Spaetnachmittags-Sonne begleitet uns am Weiterweg auf den 1.400 Meter hohen Sattel, wir geniessen nochmal den Blick zurueck auf den See, um dann auf der anderen Seite zum East Ahuriri-River abzusteigen, den wir noch 1-2Km entlangwandern, bevor wir zu unserem Zeltplatz fuer diese Nacht kommen. Das kurze Untertauchen im kleinen Fluss erfrischt und beim Abendessen wird uns – in diesem tiefen Tal, in dem es schnell dunkel wird – auch schon wieder etwas kuehl und wir ziehen uns relativ bald ins Zelt zurueck…

Am naechsten Tag (Di, 21.02.) fuehrt uns der Weg fuer 13Km durch das Tal, immer wieder mal den Fluss querend. Als das Tal weiter wird und wir kurz vor der Schluesselstelle – der Querung des Ahuriri-River – sind, machen wir unsere Mittagspause. Nach einem flachen Stueck entlang einer Pinienwald-Monokultur, die etwas bizarr in dieser trockenen Landschaft wirkt, kommen wir an den Ahuriri-River. Man koennte eine Flussquerung vermeiden, indem man 5Km weit zu einer Bruecke geht, um dann die 5Km auf der anderen Seite wieder zurueckzugehen. Wie gesagt, man koennte… 😉

Nach dem erfolgreichen River-Crossing und dem extrem steilen Hang aus dem Flussbett heraus kommen wir auf den naechsten Track, der uns durch den Hawea-Conservation-Park fuehren wird. An dieser Stelle verlassen wir das schoene Canterbury und betreten Otago. Wir machen noch die 10Km bis zu einer privaten Huette, neben der wir unsere Zelte aufstellen. Die Landschaft wirkt gruener und auf einmal gibt es auch wieder mehr Sandflies. Bei der Huette treffen wir wieder auf Francis mit ihrer gelben Ukulele – eine liebe Neuseelaenderin, die wir seit der Begegnung auf der Angelus-Hut immer wieder treffen. Vorm Einschlafen halten uns noch ein wenig die Maeuse auf Trab, auf deren Bau wir anscheinend unser Zelt aufgestellt haben, aber letztendlich ueberleben alle Essensvorraete sicher die Nacht.

Der Wecker laeutet wiedermal um 6 Uhr (Do, 22.02.), dafuer werden wir mit einem schoenen Sonnenaufgang – der die Wolken rosa faerbt – fuer das fruehe Aufstehen belohnt.
Die ersten 2 Stunden geht’s hinauf auf knapp 1.600m – es ist ein einfacher und schoener Weg zum Martha Saddle, an dem wir nur kurz Pause machen, nachdem bald leichter Regen einsetzt. Die Regenjacke ziehen wir aber nach dem ersten Kilometer beim Abstieg auf der anderen Seite schon wieder aus und bis wir zur Top-Timaru-Hut kommen, bleibt es trocken. Es ist erst kurz nach Mittag als wir hier ankommen. Nachdem die Huette sehr schoen ist, wir schon lange nicht mehr in einer Hut geschlafen haben und auch das Wetter nicht wirklich einladend aussieht, beschliessen wir einen kurzen Tag zu machen und hier zu bleiben. Der Rest des Tages, der dann noch richtig sonnig wird, wird mit Kartenspielen, Doesen, Lesen und Essen verbracht :-).

Nachdem der Weg von Twizel bis hierher stets auf leichten Wegen fuehrte, wird der Track am naechsten Tag wieder etwas anspruchsvoller (Fr, 23.02.). Wir gehen ein Flusstal im Wald entlang, auf schmalen Traversen, die immer wieder mal steil bergauf und bergab fuehren. Ein Duzend Mal queren wir den Fluss und freuen uns, dass es nun wiedermal etwas abenteuerlicher vorangeht. An einem schoenen, flachen Platz am Fluss machen wir eine ausgiebige Mittagspause, lassen die Schuhe in der Sonne trocknen, spielen Doppelkopf und goennen uns einen kleinen Mittagsschlaf. Die ausgiebige Rast konnten wir auch gut gebrauchen, denn der Weiterweg fuehrte 700Hm sehr steil den Wald hinauf. Wir sind sehr froh um die Baeume, denn die Sonne scheint mit aller Kraft vom Himmel und wir kommen ordentlich ins Schwitzen. Der Ausblick auf die umliegenden Berge wird dafuer immer schoener und wir bekommen schon einen Vorgeschmack auf die Ausblicke des naechsten Tages.
Bei der Stodys-Hut schlagen wir im kleinen Waeldchen die Zelte auf – wenn das Wetter passt, ist es einfach feiner im Zelt als in den teilweise recht klein-dimensionierten, etwas in die Jahre gekommenen Huetten. Wir kommen ins Gespraech mit einem lieben neuseelaendischen Paerchen (Barbara und Wim), die schon in Pension sind und den Te Araroa auf Etappen machen. Beim Essen sehen wir einen kleinen Igel und wir fuehlen uns recht wohl, als wir den Abend beim Kartenspielen im Wald ausklingen lassen.

Auch am naechsten Tag (Fr, 24.02.) ist keine Wolke am Himmel. Nach einer guten halben Stunde bergauf kommen wir auf die Anhoehe, die wir vor dem letzten Anstieg auf den Breast-Hill einige Kilometer entlang wandern. Es ist so schoen, hier zu gehen…

…und am Gipfel zu rasten :-). Lake Hawea und etwas versteckt auch Lake Wanaka liegen vor uns, dahinter ragt Mt. Aspiring in den Himmel und weiter rechts in der Ferne der Gletscher des Mt. Cook – ein echtes Highlight des Te Araroa!

Wir lassen uns viel Zeit und geniessen den Breast-Hill. Dann geht’s bergab zur modernen Pakituhi-Hut bei der wir noch eine kurze Pause einlegen und unsere Wasserflaschen auffuellen, bevor wir den steilen Abstieg hinunter zum Lake Hawea einschlagen. Der Abstieg gefaellt uns richtig gut und wir bleiben immer wieder stehen, um die Landschaft auf uns wirken zu lassen – das Blau des Lake Hawea, die gruenen Bergruecken unter uns, die schroffen, dunklen Felsen ueber uns und das strahlende Weiss der schneebedeckten Gipfel in der Ferne.

Am See angekommen sind wir komplett durchgeschwitzt und ihr koennt euch gar nicht vorstellen, wie wohltuend der Sprung in den Lake Hawea war – vom Berg in den See, es gibt nichts Besseres an diesem heissen Sommertag :-)! Beim Essen und Kartenspielen vergeht die Zeit. Wir schauen den Paragleitern zu, die am Seeufer landen und langsam verschwindet die Sonne hinter den Bergen als wir am Kiesstrand unser Abendessen loeffeln. Bei Daemmerung stellen wir die Zelte auf und schlafen wenig spaeter mit dem Rauschen der Wellen vom Seeufer ein.

Am naechsten Morgen (Sa, 25.02.) gibt’s ausnahmsweise mal keinen Porridge, sondern es wird nur ein Muesliriegel geteilt: Es sind naemlich nur mehr 7Km bis in den Ort Lake Hawea, in dem es ein Kaffeehaus gibt, auf das wir uns schon seit einigen Tagen freuen :-). Wir geniessen die ruhige Morgenstimmung beim Wandern entlang des Sees am sogenannten Gladstone-Track…

…und das Fruehstueck mit Toast, Ei, Kaffee, heisser Schokolade und Carrot-Cake mit einer anschliessenden Doppelkopf-Partie wird mindestens genauso genossen :-).
Nach dem Fruehstueck bekommen wir auch gleich eine Mitfahrgelegenheit nach Wanaka, in dem wir eine Unterkunft fuer die naechsten 3 Naechte gebucht haben. Waeschewaschen, Kochen mit frischen Zutaten, Schlafen im Bett, Blogschreiben, Organisation der naechsten Etappen, Einkaufen, etc. stehen am Programm…

Ja, und morgen (Di, 28.02.) wird wieder der Rucksack umgeschnallt: Wir verlassen den klassischen Te Araroa und werden uns auf eine Alternativ-Route begeben. Nachdem das Wetter weiterhin so schoen bleiben soll, wollen wir den Cascade-Saddle im Aspiring-Nationalpark in Angriff nehmen (4 Tage), um danach von Glenorchy auf dem Great Walk des Routeburn-Track weiterzugehen und anschliessend ueber den Caples-Track bei  der Greenstone-Hut wieder auf den Te Araroa zu stossen. Um den 10.-11.03. werden wir voraussichtlich nach Te Anau – der naechsten „Stadt“ kommen. Soweit mal der Plan, wie es kommt, werden wir sehen :-).

Alles Liebe fuer euch und viel Freude mit dem Fruehlingserwachen!
Die Wanderer 🙂