Kategorie-Archiv: Südindien

let it snow…waere jetzt gut! :)

Hey verschneites Oesterreich :)!

Wir sind seit Montag im extrem heissen Australien und haetten jetzt nichts gegen eine kleine Abkuehlung in Form von Schnee, von dem ihr ja im Moment genug habt! Untertags kann man nur schauen, dass man ein gutes Schattenplatzerl hat und sich nicht zu viel bewegt, aber das tun wir zur Zeit eh nicht ;), wir sind immer noch relativ gemuetlich unterwegs.

In Varkala haben wir unseren Aufenthalt noch sehr genossen. Julia’s Geburtstag wurde gefeiert und wir verbrachten noch viele schoene Stunden an Varkala’s Kueste. An Julia’s Geburtstag haben wir uns aufgerafft und sind schon um 6 in der Frueh am Meer gewesen und haben das Treiben der Fischerleute mit ihren Booten beobachtet. In Varkala herrscht auf der einen Seite reger Tourismus, der einen Teil des Kuestenstreifen fest im Griff hat. Auf der anderen Seite, wenn man ein paar Schritte weiter geht, erlebt man das Fischerdorf in seiner Urspruenglichkeit, wo es noch viele Maenner und einigen Koerpereinsatz benoetigt, um ein Fischerboot ins Meer und wieder zurueck zu bekommen.
Die Tage in Varkala verschwimmen in der Erinnerung – wir waren viel am Meer, haben viele Stunden lesend, spielend und essend in Strandlokalen verbracht und haben auch kleine Freundschaften geschlossen, z.B. mit „Jad“, der eine Freundin in Wien hat, die ein Yogastudio am Spitz betreibt und immer einige Monate im Jahr bei ihm ist. Er versucht schon seit laengerem nach Wien zu reisen, aber er bekommt kein Visum, weil er ein „Kaschmiri“ ist (aus Kaschmir kommt) und die indische Polizei glaubt, dass er ein parkistanischer Terrorist sein koennte. Hoffentlich schafft er es bald nach Wien zu reisen, er war naemlich noch nie ausserhalb von Indien und moechte gerne einmal das „saubere Wien“ sehen.

Von Varkala ging es am 10. Dezember mit dem Taxi nach „Trivandrum“ zum Flughafen und von dort mit dem Flieger nach Mumbai. Es war schoen wieder nach Mumbai zu kommen mit fast 5 Wochen Indienerfahrung im Gepaeck :), wir sind nicht mehr ganz so viel abgezockt worden und haben uns in der Stadt bzw. in unserem Viertel schon gut zurecht gefunden. Wir haben im Stadtteil „Colaba“ gewohnt, indem die meisten Bollywoodfilme produziert werden. Bei unserer Ankunft sind wir auch gleich gefragt worden, ob wir nicht als Statisten bei einem Bollywoodfilm mitwirken moechten. Wir haetten 500 Rupien und eine Tagesverpflegung gekriegt, haben aber dann doch abgesagt, weil wir keinen ganzen Tag am Set verbringen wollten, es waren ja schliesslich unsere letzten 2 Tage in Indien.
In Mumbai wollten wir uns den „parsischen Turm des Schweigens“ anschauen, in dem die Parsen (kleine Religionsgemeinschaft in Mumbai) die Koerper der Toten aufgebahren. Diese sollen dann von Geiern verspeist werden, weil Erde und Feuer heilig sind und nicht durch tote Koerper verschmutzt werden duerfen. Aber dieser Turm wir bewacht und ist fuer niemanden, ausser die heiligen Priester zugaenglich – naja haetten wir uns auch denken koennen, dass man sowas nicht besichtigen kann ;). Wir waren dann noch in einem, fuer indische Verhaeltnisse sehr schoenen Park und haben hier Zuflucht vor der hektischen Stadt gefunden. Ein witziges Schauspiel war eine indische Hochzeit, die vor unserem Hotel beim Hafen stattgefunden hat. Wir sind dort vorbei gekommen, als gerade der Braeutigam angekommen ist und von Mitgliedern beider Familien zu rhytmischer Trommelmusik wild umtanzt wurde, das Ganze hat fast eine Stunde gedauert, bis der Braeutigam zu seiner Braut gelassen wurde – lustige Sitten hier :)!
Also Indien haben wir in Mumbai gut ausklingen lassen. An dieser Stelle sei gesagt „auf bald, Indien!“

Am 12. Dezember startete dann ein kleiner Flugmarathon. Wir sind 5,5 Stunden von Mumbai nach Singapur geflogen, nach 2 Stunden Aufenthalt, 8 Stunden Flug nach Brisbane und nach weiteren 2 Stunden Aufenthalt noch 2,5 Stunden nach „Cairns“, wo wir jetzt sind.
Seit Montag sind wir also in Cairns. Hier kann man viel machen, wenn man genug Geld hat. Vom Bungee-Jumpen, Skydiven, Raften, Tauchen, Safari, und vielem vielem mehr kann man hier alles machen. Wir haben uns fuers Tauchen entschieden. Am Freitag werde ich (Samy) mit einem 4taegigen Tauchkurs starten, Julia macht einen Auffrischungsnachmittag im Pool und wird auch 4 Tauchgaenge am Great Barrier Reef machen, wir werden am selben Boot sein, aber beim Tauchgang in unterschiedlichen Gruppen sein, weil ich ja noch lernen muss und die Julia das Anfaengertraining nicht mehr braucht 😉 – wir freuen uns schon riesig darauf, weil wir haben von vielen hier gehoert, dass es richtig toll sein soll!
Wir sind also bis Dienstag Frueh hier in Cairns in unserem Hostel, das uns sehr gut gefaellt – gute Atmosphaere, nette Leute und alles da was man braucht (Kueche, Waschmaschine, Bar, …). Hier sind wir sofort auf Selbstversorger umgestiegen, da uns die Preise nach Indien doch etwas geschockt haben, aber ein bisschen selber kochen macht auch wieder Spass.
Wenn der Tauchkurs vorbei ist und wir am Dienstag auschecken, planen wir fuer 5 Tage ein Auto zu mieten und die Kueste auf eigene Faust zu erkunden (die Ausflugstouren von Cairns aus sind sehr teuer), bevor es am 26. Dezember mit dem Flieger von Cairns nach Sydney geht, wo wir dann bis 2. Jaenner bleiben werden.

Es steht uns also viel tolles Programm bevor 🙂 🙂 :)!

Wir halten euch wie immer auf dem Laufenden! Bis dahin alles Liebe von der Ostkueste!!
Die Schattenliegenden

Hier noch ein paar Fotos:

Fotos von Varkala:

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kleine Geburtstagsueberraschung im Kleiderschrank

kleine Geburtstagsueberraschung im Kleiderschrank

der touristische Kuestenabschnitt

der touristische Kuestenabschnitt

unser letztes Festmahl in Varkala

unser letztes Festmahl in Varkala

Julia ist auch beim relaxen fleissig und plant im Reisefuehrer :)

Julia ist auch beim relaxen fleissig und plant im Reisefuehrer 🙂

Fotos von Mumbai:

Aussicht vom Hotel

Aussicht vom Hotel

indische Hochzeit

indische Hochzeit

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im Park in Mumbai

im Park in Mumbai

Strand von Mumbai

Strand von Mumbai

Fotos von Cairns:

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es weihnachtet (nicht) sehr ;)

es weihnachtet (nicht) sehr 😉

das Hostel

das Hostel

wie gesagt, Selbstversorger :)!

wie gesagt, Selbstversorger :)!

Seelebaumeln in Varkala

Hey!

Wir sind zur Zeit im schoenen Badeort “Varkala”, mit schoenem Wetter, schmalen Sandstraenden, hohen Klippen und vielen guten Restaurants mit leckerem Seafood :)! Aber wie sind wir hier her gekommen? Hier die Story, dann die Fotos, wie gewohnt ;):

Unser letzter Eintrag war aus der kalten und nicht sehr sympatischen Bergstadt “Ooty”. Von dort nahmen wir die Weltkulturerbe-Bergbahn nach “Mettupalayam”. Urspruenglich wollten wir hier eine Nacht bleiben, um dann nach “Munnar” zu kommen. Nachdem es von da aber keine direkte Verbindung gibt, sind wir gleich weiter nach “Coimbatore”, wo wir fuer eine Nacht blieben, um wie geplant nach Munnar zu reisen (dort gibt es die tollen Teeplantagen). Tja, daraus ist aber dann doch nichts geworden, die Zugverbindung ist wegen Bauarbeiten geschlossen und wir muessten mit 2 Bussen fahren, um nach Munnar zu kommen – dann soll’s halt nicht sein mit Munnar haben wir uns gedacht und haben einen Zug direkt nach “Kochi” genommen, zur Kuestenstadt wo die Fische noch mit den traditionellen chinesischen Fischernetzen (es braucht 5 Maenner dazu) gefangen werden.

In Kochi hat es uns von Anfang an gut gefallen. Die Leute sind sehr entspannt, es tummeln sich viele Touristen und „Aussteiger“ hier und die Hektik und Dynamik der Stadt verebben vor der Halbinsel „Fort Kochin“ (dem Stadtteil in dem wir gewohnt haben). Nach der ersten Nacht starteten wir unseren ersten Tag gleich mit einem Kochkurs in der Privatkueche von „Leelu“. Sie hat uns ein paar leckere Rezepte mit auf den Weg gegeben und der Kochkurs war eine witzige Erfahrung. Eine nicht ganz so witzige Erfahrung war dann die folgende Nacht, in der mich Leelu’s Essen eine laengere Zeit am Klo verbringen liess. War aber alles halb so schlimm, nach einem Tag Pause und herumknotzen (mit N!) 😉 im Bett war ich (Samy) am Abend wieder fit und wir sind durch den Ort spaziert. Neben den sehr gemuetlichen Lokalen, in denen wir uns immer ueber mehrere Stunden aufhielten, hat Kochi eine wirklich tolle Strandkulisse. Die vielen alten Baeume, die Fischerboote, die chinesischen Fischernetze und die Strandverkaeufer bieten immer was zum Schauen. Hier haben wir auch einen richtig schoenen Sonnenuntergang erlebt :).

Weiter ging es nach 4 Naechten in Kochi mit dem Zug die Kueste entlang nach „Kollam“ (3,5 Stunden von Kochi). Hier haben wir das erste Mal ein wenig laenger gebraucht, bis wir eine passende Unterkunft gefunden hatten. Schlussendlich haben wir uns mit einem englischen Paerchen (Jack und Maddie) ein Strandhaus geteilt, direkt am Meer. Das liest sich jetzt vielleicht eine Spur cooler, als es in Wirklichkeit war. Das Strandhaus war nicht schlecht, aber doch ziemlich weit weg vom Schuss und dort haben wir auch ein besonderes Erlebnis mit einer Riesenspinne im Badzimmer gehabt (der Begriff Badezimmer ist hier auch sehr relativ ;)! Die schwarze Spinne war handflaechengross und nachdem ich vor lauter Schreck die Badezimmertuer mit voller Wucht ins Schloss warf, brauchten wir die einheimischen Nachbarn, die mit der Brechstange die Tuer oeffneten und mit der Spinnen kurzen Prozess machten. Bei dem Gedanken an das Geraeusch des „Spinnentodes“ wird mir jetzt noch leicht uebel! Aber im Nachhinein ist sowas ja ganz witzig (ausser fuer die Spinne halt) ;). Der Strandhausbesitzer ist ein sehr lieber alter Mann und hat uns in der Frueh Fruehstueck gemacht. In Kollam selbst gibt es nicht viel, ausser vielen Rikschas, viel Laerm und Muell – da hat es schon gut gepasst, dass wir ein Stueck ausserhalb der Stadt gewohnt haben. Kollam ist eigentlich nur interessant fuer Ausfluege in die „Backwaters“ von Kerala (Bundenland in Indien). Die „Backwaters“ sind ein System aus vielen kleinen Meeresstrassen, die weit in das Landinnere fuehren. Wenn man in Kerala ist, sind die Backwaters ein Pflichtprogrammpunkt. Wir haben eine sehr schoene Kanufahrt mit Jack und Maddie gemacht und das Witzigste war, dass unser Kanufahrer genau mit unserem Kanu in unserem Reisefuehrer (Lonely Planet) abgelichtet ist. Der Kanufahrer ist ein lieber Mann – er hat uns viele Pflanzen am Flussufer gezeigt und wir sind bei Bekannten von ihm am Ufer Teetrinken und Kokusnusstrinken gegangen.

In Kollam waren wir fuer 2 Naechte in unserem Strandhaus. Dann ging es weiter, eine halbe Stunde mit dem Zug, zu unserem jetztigen Aufenthaltsort „Varkala“. In Varkala kann man’s echt laenger aushalten, weshalb wir gleich am ersten Tag hier beschlossen haben, uns fuer unsere ganze letzte Indienwoche (abgesehen von unseren beiden letzten Naechten in Mumbai) im Resort „Clafouti“ fuer umgerechnet 3,50 EUR/Person/Nacht einzuquartieren. Hier faulenzen wir mal so richtig – haben wir uns auch verdient nach den letzten 4 Wochen Herumreisen  ;))! Wir ueben uns im Muessiggang und haben unsere Uhren abgelegt und leben schoen in den Tag hinein. Unsere Hauptaktivitaeten hier sind Wuerfelpoker (Samy liegt klar vorne im Kampf um eine Ayurveda-Massage ;), Baden, am Strand schlendern und viele gute Sachen essen. Wir muessen nur aufpassen, dass wir nicht zu viele schoene Sachen hier kaufen (vom Kaschmirschal bis zur Edelsteinkette gibts hier alles). Wir haben uns von einem Steinmetz selbst designte Ketten-Anhaenger, mit unseren Initialen „J“ und „S“ machen lassen. Julia hat toll designt und der Steinmetz hat gute Arbeit geleistet. Das schoene an Varkala ist, dass man sich sowohl neben anderen Touristen, als auch auf einsamen Straenden, aufhalten kann. Wir geniessen es hier! Einziger Wehrmutstropfen, Weihnachtsstimmung kommt nicht auf ;)!

All the best aus Varkala,
die Entspannten

Hier gibt’s jetzt die Fotos:

Fotos Weltkulturerbe-Bahnfahrt „Ooty“ – „Mettupalayam“:

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Fotos von „Kochi“:

Julia beim Chapati machen :)

Julia beim Chapati machen 🙂

Strandpromenade in Fort Kochin

Strandpromenade in Fort Kochin

alte Baeume, junge Menschen

alte Baeume, junge Menschen

chinesisches Fischernetz

chinesisches Fischernetz

Sonnenuntergang in Fort Kochin

Sonnenuntergang in Fort Kochin

hier sind auch die Ziegen entspannt :)

hier sind auch die Ziegen entspannt 🙂

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Fotos von „Kollam“:

in den Backwaters

in den Backwaters

Jack und Maddie

Jack und Maddie

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unser "Lonely Planet"-Kanufahrer

unser "Lonely Planet"-Kanufahrer

die Spinne! ...war in Wirklichkeit groesser!!!

die Spinne! ...war in Wirklichkeit groesser!!!

Fotos von „Varkala“:

unser Resort

unser Resort

Klippen von Varkala (Aussicht von unserem Resort)

Klippen von Varkala (Aussicht von unserem Resort)

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aufgrund der Klippen sind die Greifvoegel auf Augenhoehe

aufgrund der Klippen sind die Greifvoegel auf Augenhoehe

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essen und pokern am Strand

essen und pokern am Strand

unser Steinmetz

unser Steinmetz

das Ergebnis!

das Ergebnis!

auch wir haben einen Weihnachtsbaum ;)

auch wir haben einen Weihnachtsbaum 😉