Kategorie-Archiv: Neuseeland

…entlang der Ostkueste der Suedinsel: Christchurch bis Invercargill!

Hallo, hier sind wir wieder :)!

Das letzte Mal haben wir uns von Christchurch gemeldet, da haben wir 8 Stunden!!! im Internetcafe verbracht und nicht viel von der Stadt gesehen. Das haben wir am naechsten Tag nachgeholt. Das Wetter war super und die Parkplaetze am Sonntag gebuehrenfrei. Als wir in die Stadt geschlendert sind, haben wir erfahren, dass gerade das „Buskers Festival“ in Christchurch stattfindet. Eine Woche lang sind Strassenkuenstler aus aller Welt in der Stadt, um auf den Buehnen, die in der Stadt verteilt stehen, ihre Show zu zeigen. Und es war wirklich sehr unterhaltsam!! Wir haben Comedians und Zirkusartisten bewundert und sind dabei gemuetlich in der Wiese im Park gesessen. Beim „Wandern“ von Buehne zu Buehne haben wir auch gleich die schoene Stadt kennengelernt.

Nach 2 Naechten in Christchurch sind wir am 30.1. am Abend noch aus der Stadt rausgefahren, auf die „Banks Peninsula“. Die „Banks Peninsula“ ist eine relativ grosse Halbinsel vor Christchurch, die aus vielen Bergen bzw. Huegeln und Meeresbuchten besteht. Es ist eine ganz eigene huegelige und zugleich zerklueftete Landschaft hier und bei guter Sicht sieht man von einem der zentralen Berge aus ueber die Huegel der Insel nach Christchurch auf der einen Seite und nach „Akaroa“ auf der anderen Seite. Die 1. Nacht haben wir auf „Godley’s Head“ verbracht, einem Naturschutzgebiet am Beginn der „Banks Peninsula“, nicht weit von Christchurch. Hier haben wir bei Sonnenuntergang einen riesigen Regenbogen und eine tolle Abendstimmung erlebt. Mit uns waren viele Schafe, ansonsten ist der windumtoste Platz sehr einsam.

Am 31.1. war unsere Halbzeit – die ersten 87 Tage der Weltreise tragen wir bereits bei uns :)! An diesem Tag sind wir von „Godley’s Head“ ueber die gewundene Panoramastrasse auf die „Banks Peninsula“ gefahren. Der starke Wind hat das bueschelige Tussockgras durchwuehlt und viele Greifvoegel sind auf Augenhoehe neben uns hergeflogen. Bei dieser Fahrt durch das „Ōtepatotu Scenic Reserve” war der Weg das Ziel und wir sind oft stehengeblieben, um die schoene Aussicht und die Landschaft zu geniessen. Am spaeteren Nachmittag haben wir dann einen einsamen Platz zum Uebernachten gefunden. Die Schotterstrasse hat der Toyota erst beim 2ten Anlauf geschafft, aber der „Kampf“ hat sich sehr gelohnt. Der Ausblick war postkartenreif! Nach der Autofahrt haben wir uns noch die Beine vertreten und haben einen kleinen Berg bestiegen („Lavericks Peak”).

Unser Traumplatzerl haben wir relativ bald am naechsten Tag verlassen und sind in das franzoesisch angehauchte Staedtchen „Akaroa“ gefahren. Die Stadt liegt sehr schoen an einer grossen Meeresbucht und versprueht einen mediterranen Charme mit den franzoesischen Strassennamen und dem alten Holzleuchtturm. Akaroa war an diesem Tag unser Ausgangspunkt fuer eine 4-stuendige Wanderung bis ans Ende bzw. den Beginn der Meeresbucht „Akaroa Habour“, zum so genannten „Nikau Palm Gully Scenic Reserve“. Ein grasbewachsener Weg fuehrt ueber Weideland zu einem Dschungel der hauptsaechlich aus „Nikau Palmen“ besteht, eine der beiden urspruenglichen Palmen von Neuseeland. Bis auf den Palmendschungel hat uns die Wanderung an die oesterreischischen Voralpen erinnert.
Nach der Wanderung haben wir uns wiedermal einen Campingplatz mit warmer Dusche und Waschmaschine geleistet.

Frisch und sauber haben wir am naechsten Tag (2.2.) die schoene „Banks Peninsula“ verlassen. Am Weg haben wir noch eine kleine Kaesefabrik besucht „Barrys Cheese Factory“, bevor es ueber eine laengere Autofahrt die Ostkueste entlang, nach „Geraldine“ ging. Von dort fuehrte uns eine einsame Strasse in den Nationalpark „Peel Forest“. Bei einem kurzen, aber tollen Big-Tree-Walk haben wir einen 1000 Jahre(!!) alten Baum bestaunt – hier ist die Natur noch sehr urspruenglich! Der Nationalpark hat uns so gut gefallen, dass wir kurzfristig beschlossen haben, dass wir am naechsten Tag eine Wanderung auf den „Little Mt. Peel“ (1.311m) machen wollen.

Die Tour war wiedermal nicht unanstrengend, aber wir sind mit einem herrlichen Panoramablick, gutem Wetter und einer Wanderung nur fuer uns belohnt worden. Nach dem Abstieg haben wir noch einige Kilometer zurueckgelegt und sind ueber den „Burkes Pass“ (einer ockerfarbenen Landschaft mit vielen Bergen und tlw. auch Gletschern) zum „Lake Tekapo“ gefahren. Das ist einer der Gletscherseen in diesem Gebiet, die allesamt eine milchig-blaue Gletscherfaerbung haben. Wenn sich darin dann noch das Bergpanorama spiegelt ist das ganze schon fast kitschig – echt wunderschoen! Nachdem es schon relativ spaet war haben wir uns kurzerhand auf einer Seitenstrasse eingeparkt, haben noch die Campingdusche aktiviert und haben sonst nicht mehr viel unternommen.

Der 4.2. hat uns mit Sonnenschein begruesst und wir haben am Lake Taupo lecker gefruehstueckt. Nach einem Tipp von Simon und Chrissi sind wir zum nahegelegenen „Lake Pukaki“ aufgebrochen, um auf der versteckten Schotterstrasse entlang des Ufers zu einem total einsamen Platzerl zu fahren. Es war einfach grandios. Keine Wolke am Himmel, das Gletscherpanorama mit dem „Mt. Cook“ als hoechsten Berg Neuseelands direkt vor uns. Unter den Birken haben wir im Schatten entspannt und das Panorama genossen. Ich (Samy) war auch 3 mal im See schwimmen. Keine Menschen weit und breit, nur die Sonne, der See, die Berge und wir –  das war ein ganz besonderer Platz und ein wirklich toller Tag fuer uns am See.

Nach einer sternenklaren Nacht sind wir am naechsten Tag (5.2.) nach „Twizel“ gefahren. Julia hat sich eine Augenentzuendung eingefangen und das Auge war leider so entzuendet, dass wir an diesem Tag zu einem Arzt fahren wollten. Schweren Herzens haben wir unseren Platz verlassen. In Twizel war am Samstag „nur“ eine Krankenschwester erreichbar, die nach einer Telefonkonferenz mit dem Arzt gemeint hat, dass es bald besser sein sollte. Ich habe die Gelegenheit genutzt und habe mir in Twizel eine Angel gekauft 🙂 :)! Nach dem kleinen Ausflug wollten wir wieder zu Unserem! Platz, aber mit Entsetzen und Staunen haben wir festgestellt, dass jemand anderer auch den Platz entdeckt hat. Also mussten wir uns was anderes Suchen und sind auch fuendig geworden. Ein vielleicht nicht ganz so schoenes Plaetchen (mit Birken und laengerer Schotterbank), aber auch ein einsamer Fleck am See mit toller Aussicht. Ich habe zum ersten Mal die Angel ausgeworfen und wir haben einen schoenen Sonnenuntergang erlebt. In der Nacht ist dann ein richtig heftiger Sturm aufgezogen und wir haben relativ bald am naechsten Tag den Lake Pukaki verlassen.

Nachdem das Wetter nicht besonders war und viele Wolken in den Bergen gehaengt sind, haben wir unsere geplante Wanderung auf die „Mueller’s Hut“ mit Blick auf die Gletscher leider gecancelt. Bei unserer Weiterfahrt (6.2.) durch diese wueste Landschaft haben wir eine Berglandschaft „Herr der Ringe“ passiert, die auch „Herr der Ringe“ als Kulisse gedient hat, und sind kurz darauf zum „Lake Ruataniwha“ gefahren. Das Wetter war wieder herrlich und wir haben am See gegessen und waren schwimmen. Nach einem schoenen Nachmittag am See haben wir noch die so genannten „Clay Cliffs“ besucht. Eine Landschaft aus zerkluefteten Lehmfelsen, die die Fahrt ueber die lange Schotterstrasse echt wert war. Fuer die Nacht haben wir einen verlassenen Campingplatz (war ein wenig mystisch das Ganze) in der Naehe des „Benmore Dam“ Stausees gefunden und haben den lauen Sommerabend bei einer Flasche Wein ausklingen lassen. In der Nacht hat es dann geschuettet wie aus Schaffeln und beim Aufwachen war der Fluss um einiges naeher ans Auto gerueckt.

Ein paar Tropfen haben wir noch abgekriegt in der Frueh (7.2.), aber es hat dann zum Glueck bald aufgehoert zu regnen. Wir sind dann gleich mal zum Staudamm („Benmore Dam“) gefahren, der dank des starken Regens sehr beeindruckend war. Bei der Weiterfahrt waren wir noch in „Kurow“. Hier haben wir uns einen guten Kaffee bzw. einen Scone gegoennt und ich (Samy) habe mein Fischerzeug ein wenig aufgeruestet. Am nahegelegenen Waitaki River, der laut Reisefuehrer von Forellen und Lachsen nur so wimmelt, habe ich wiedermal mein Glueck probiert. Aufgrund des Regens war der Fluss eher ein reissender Strom und statt Lachs und Forelle sind Baumstaemme im gatschbraunen Wasser an uns vorbei geschwommen – naja probiert hab ich’s halt trotzdem, weil’s so lustig ist ;). Nach ein paar gluecklosen Auswuerfen und einem leckeren Essen von Julia sind wir weiter Richtung „Dunedin“ gefahren. Auf diesem Weg sind wir bei einer witzigen Felsenbildung vorbeigekommen, den „Elephant Rocks“, die so aehnlich aussehen wie sie heissen. Gegen Abend haben wir am Strand eine weitere eigenartige Steinformation bestaunt, naemlich die „Moeraki Boulders“. Das sind runde Felsen, die man bei Ebbe aus dem Wasser ragen sieht. Dank einer tollen vulkanischen und chemischen Reaktion sind diese Felsen rund, aber wie es genau gelaufen ist, koennen wir euch auch nicht sagen ;)! War auf alle Faelle ein lustiger Anblick am Strand. Uebernachtet haben wir dann wiedermal direkt am Meer auf einem nahegelegenen Parkplatz.

Am 8.2. sind wir nach „Dunedin“ gefahren – nach Auckland, Wellington und Christchurch, die 4. groesste Stadt Neuseelands. Bevor wir uns diese schottisch-angehauchte Stadt naeher angeschaut haben, sind wir auf die „Otago Peninsula“ gefahren – aehnlich wie bei Christchurch eine Halbinsel vor der Stadt. Hier kann man viele kleinere Wanderungen machen. Wir haben uns fuer einen 1stuendigen Rundweg (mit den beiden Felsformationen „Lovers Leap“ und „The Chasm“) um die steilen Klippen entschieden. Die Landschaft hat uns an Irland erinnert, auch Schafe gab’s genug ;).
Die „Otago Peninsula“ ist ausserdem ein ganz besonderer Platz fuer die Koenigsalbatrosse. Diese riesigen Voegel (3,5 Meter Fluegelspannweite) landen in ihrem ganzen Leben nur auf einem einzigen Platz ihrem Geburtsort) – in diesem Fall der „Otago Peninsula“. Dies ist die einzige Festlandkolonie dieser faszinierenden Tiere. Hier suchen sie sich einen Lebenspartner beginnen irgendwann selbst zu brueten, wobei die Aufzucht des Nachwuchses 1 Jahr dauert. Nachdem die Jungen fluegge geworden sind, fliegen die Elternteile in getrennter Richtung um die Erde (bis zu 190.000 Kilometer im Jahr!), um nach einem Jahr „Weltreise“ wieder das erste Mal, fast auf den Tag genau wie der Partner, auf der „Otago Peninsula“ an Land zu kommen und zu brueten (in diesem 1 Jahr unterwegs sind sie nirgends gelandet, ausser am Meer, um zu schlafen). Die Jungtiere sind erst nach 6-8 Jahren geschlechtsreif und landen in dieser Zeit, bis zur ersten Paarung nie an Land. Die aelteste Albatrossmama ist bereits 62 Jahre alt und bruetet noch immer. Also wirklich beeindruckend diese Tiere und hier auf der „Otago Peninsula“ hat man die seltene Gelegenheit sie aus der Naehe beim Brueten und Fliegen zu beobachten. Dieses schoene Erlebnis haben wir uns nicht entgehen lassen und haben seit langer Zeit wiedermal fuer eine Attraktion Eintritt bezahlt. Nach der Vogelbeobachtung ging’s zurueck in die Stadt, wo wir uns am Parkplatz des „Botanical Gardens“ einquartiert haben und uns wiedermal ein leckeres Steak (es ist so gut und so guenstig hier!) gemacht haben.

Der 9.2. stand ganz im Zeichen der Stadt Dunedin. Die Stadt sieht aus wie das schottische Edinburgh, erinnert bei den steilen Strassen (hier gibt es die steilste Strasse der Welt) aber auch an San Franciso. Auf alle Faelle hat diese Studentenstadt Charme und ist einen Besuch wert. Beim Stadtrundgang bei Sonnenschein haben wir uns den schoenen Bahnhof angeschaut, waren in der Cadbury-Schokoladenfabrik (mhhhh! :)) und haben uns im gemuetlichen „Tangente“-Cafe eine „Brottasse“ geleistet (eine Brotschale die mit verschiedenen leckeren Salatmischungen gefuellt wird). Die Nacht haben wir wieder am bewaehrten Parkplatz des botanischen Gartens verbracht.

Ein Tag in der Stadt war uns genug und nach einem Grosseinkauf haben wir Dunedin hinter uns gelassen und sind weiter Richtung Sueden zur „Catlins Coast“ (10.2.). Die Catlins Coast umfasst das suedoestliche Spitzerl der Suedinsel. Die Kueste entlang fuehrt eine schoene, kaum befahrene (in den suedlichsten Teil kommen nur wenige Leute) Strasse an vielen Fluessen, schafbedeckten Huegeln (so viele Schafe wie hier gibt’s nirgendwo) und windzersausten Baeumen vorbei. Unser erster Halt auf der Catlins Coast war beim so genannten „Nugget Point“. Hier kann man die aelteste und seltenste Pinguinart der Welt beobachten, die Gelbaugenpinguine. In einer Aussichtshuette am Strand haben ab 16 Uhr nachmittags campiert, nachdem bis zur Abenddaemmerung alle ca. 30 hier nistenden Paare dieser Pinguine an Land zu ihren Nestern kommen sollten. 4 Pinguine haben wir gesehen, wie sie nach ihrem „Arbeitstag“ im Meer aus dem Wasser watscheln – so lieb diese kleinen (65 cm) Dinger! Nach der Pinguinbeobachtung sind wir die Kueste entlang bis zum „Nugget Point“ spaziert, wo ueber die zerklueftete Kueste ein schoener Leuchtturm wacht, der vor den aus dem Wasser ragenden Felsen hier (daher der Name Nugget Point) warnt. Ein toller Platz – man hoert und sieht die vielen Pelzrobben auf den Felsen, wie sie sich in der Sonne waermen und das tosende Meer ergibt sich in einer schaumenden Gischt an den steilen Felsen. Nicht weit vom Nugget Point, sind wir ueber eine weitere Schotterstrasse an einen einsamen Strand gekommen, an dem die seltenen neuseelaendischen Seeloewen vorkommen. Vor Sonnenuntergang sind wir noch den Strand entlang spaziert und haben 2 der unscheuen Seeloewen beobachten koennen. Die Tiere sind riesig (besonders die Maennlichen: bis zu 3 Meter und 400 Kg!) und haben keine Angst vor Menschen. Man kann sich bis auf wenige Meter naehern (zu nahe traut man sich dann eh nicht ;)) und die Tiere schoen beobachten. Ein tolles Erlebnis, diese Tiere in ihrem natuerlichen Lebensraum zu sehen! Die Nacht haben wir an diesem Strand verbracht und der Platz hat es unter die Top 3 unserer Stellplaetze geschafft (Platz 1 ist unangefochten der Platz beim Lake Pukaki).

Am naechsten Tag (11.2.) haben wir lange geschlafen und uns erst um 11 auf dem Weg zu einem Strandspaziergang gemacht, um weitere Seeloewen zu sehen. In der „Cannibal Bay“, wo wir auch geschlafen haben, haben wir wieder 2 Seeloewen gesehen und haben dabei Alex aus Bayern kennengelernt. Mit ihr sind wir den weiter gegangen bis zur naechsten Bucht, der „Surat Bay“. Hier waren dann richtig viele Seeloewen, 2 grosse Maennchen haben wir gesehen, wie sie aus dem Meer kommen (sehr beeindruckend, wenn ein 400 Kg Koloss aus dem Meer an einem vorbei hoppst!) und wir haben sogar das Glueck gehabt, eine Familie mit einem Baby-Seeloewen zu beobachten. Es war wirklich ein tolles Erlebnis und wir waren ueber 3 Stunden an diesen beiden Straenden unterwegs!!
Mit der lieben Alex haben wir uns auf Anhieb super verstanden und haben beschlossen, dass wir die naechste Attraktion, die „Purakaunui Falls“ gemeinsam machen. Die kurze Wanderung zu den Wasserfaellen fuehrt durch einen sehr schoenen Urwald und der 3stufige Wasserfall dort ist sehr sehenswert. Von Alex haben wir uns verabschiedet und sind weiter zu einem versteckten Anglerspot („The Wisp“) im „Catlins Rainforest Reserve“. Auf diese Schotterstrasse verirrt sich echt niemand und wir waren dort mutterseelenallein. Im Fluss sind angeblich viele Forellen und der Platz war ideal, um den Blinker durch das Wasser zu ziehen. Ich (Samy) habe gefischt bis zum Sonnenuntergang – leider hat ausser 3 (An)Bissen und einer kleinen Forelle, die zum Glueck von selber wieder vom Hacken ist (war noch nicht pfannenreif) nicht viel rausgeschaut – aber das Fischen im Fluss bei Sonnenuntergang war echt super!

In der Frueh des naechsten Tages (12.2.) bin ich hochmotiviert schon um kurz nach 7 am Fluss gestanden (waehrend ich (Julia) das Fruehstueck herrichten durfte!). Um halb 8 bin ich dann ins Wasser gerutscht und meine einzigen Schuhe samt Jeans waren wuschel-nass. Naja, in den Flipflops und mit neuer Hose bewaffnet ging’s dann weiter. -Und ich hab beinahe eine wirklich grosse Forelle rausgezogen, die leider auch wieder vom Hacken ist. Naja, wollte halt nicht sein – der erste Fisch wird schon noch kommen! Wir sind dann relativ bald wieder weitergefahren, um zu den  „McLean Falls“ zu spazieren. Der Weg zu diesen Wasserfaellen fuehrt wiedermal durch einen sehr schoenen Urwald und die Wasserfaelle sind sehr beeindruckend, noch schoener als die vom Vortag. Es ist auch gerade viel Wasser in den Fluessen, also eine gute Zeit fuer Wasserfallbesuche :)!
Nach dieser kleinen aber schoenen Tour sind wir zur „Porpoise Bay“ von der aus man die kleinste Delphinart der Welt beobachten kann, die „Hector Delphine“. Leider hat es bei uns dann zu regnen begonnen und wir haben die Delphine nicht ausmachen koennen. Aber witzigerweise hat sich, waehrend wir mit den Guckern aus dem Auto geschaut haben, neben uns der gruene Mitsubishi von Alex eingeparkt. Mit ihr haben wir dann in einem uebdachten Shelter gegessen und ueberlegt, was wir bei dem Regenwetter machen koennen. Es hat dann langsam aufgehoert zu regnet und wir sind zu einem nahegelegenen versteinerten Wald spaziert. Dieser Steinwald ist 170 Millionen Jahre alt und man kann die Holzstruktur und die Baumstaemme sehen – allesamt aus Stein, irgendwie ein witziges Gefuehl, wenn man dieses „Holz“ angreift.
Nach dem versteinerten Wald sind wir zu dritt mit unseren beiden Autos zu den „Cathedral Caves“ gefahren. Diese Hoehlen kann man nur 2 Stunden vor und 2 Stunden nach Ebbe besuchen. Wir haben eine gute Zeit erwischt und die Caves waren gut zugaenglich. Das Meer hat hier meterhohe Hohlraeume aus dem Fels gearbeitet – wiedermal sehr beeindruckend!
An diesem Tag war es wiedermal Zeit fuer ein Motorcamp mit einer warmen Dusche und frischer Waesche. Super war, dass Alex auch ihr Zelt im Motorcamp aufgeschlagen hat und wir haben mit ihr einen echt schoenen Abend verbracht und sind nach geleerten Weinflaschen erst spaet ins Bett gekommen. Wieder mal ein sehr toller Tag!

Gestern (13.2.) haben wir nach einem ausgiebigen Fruehstueck das Motorcamp verlassen und sind mit Alex noch zu dem sehr lieben Kaffeehaus „Niagara Falls Cafe“ gefahren und haben uns wiedermal einen Kaffee und eine heisse Schokolade gegoennt – jaja, solche Dinge sind etwas besonderes fuer uns ;).
Dann ging’s weiter die Kuestenstrasse entlang nach „Fortrose“. Hier kann man an den steilen Klippen windzerzauste Baeume sehen, die der Wind fast komplett im rechten Winkel nach hinten gebogen hat. Hierher kommen auch nicht viele Leute und die Atmosphaere an diesen Klippen mit dem tosenden Meer war sehr besonders! Hier haben wir uns nach 2 super Tagen von Alex verabschiedet, da sie weiter auf die „Stewart Island“ faehrt und unser Weg uns hierher nach „Invercargill“ fuehrte. Aber wir werden uns bestimmt mal wiedersehen!
Tja, gestern am spaeten Nachmittag sind wir hier in Invercargill angekommen und haben an diesem Blogeintrag gearbeitet, bis der Internetladen zugesperrt hat. Wir haben auch gleich ausgenutzt, dass wir wiedermal in einer groesseren Stadt sind (von denen es im Sueden der Suedinsel nicht so viele gibt) und haben wiedermal einen groesseren Einkauf gemacht (Geschaefte haben hier auch am Sonntag bis Mitternacht offen!). Ein wenig ausserhalb der Stadt haben wir uns einen schoenen ruhigen Platz an einem Fluss gesucht und haben eine gute Nacht verbracht.

Heute (14.2.) sind wir bei Sonnenschein aufgestanden und haben in der Morgensonne lecker gefruehstueckt. Um 10 sind wir dann wieder in die Stadt gekommen und jetzt wird der Blogeintrag, mit dem wir schon in Dunedin angefangen haben, endlich fertig!

Die naechsten Wege werden uns ins Fiordland fuehren. Wir haben viele schoene Beschreibungen von dort gehoert und freuen uns schon darauf.
Alles Liebe fuer euch, wir denken an euch und werden wieder von uns hoeren lassen :)!

Eure Tierbeobachter

Fotos von Christchurch und Banks Peninsula:

"Buskers Festival", Christchurch

"Buskers Festival", Christchurch

Abendstimmung auf "Godley Head", Beginn der "Banks Peninsula" bei Christchurch

Abendstimmung auf "Godley Head", Beginn der "Banks Peninsula" bei Christchurch

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Walk auf den "Lavericks Peak", Banks Peninsula

Maerchenwald auf dem Weg zum "Lavericks Peak", Banks Peninsula

Ausblick auf "Akaroa Harbour" von unserem Schlafplatzerl aus :), Banks Peninsula

Ausblick auf "Akaroa Harbour" von unserem Schlafplatzerl aus :), Banks Peninsula

Walk zum "Nikau Palm Gully Reserve", Banks Peninsula

Walk zum "Nikau Palm Gully Reserve", Banks Peninsula

Fotos vom „Peel Forest Rerserve“:

1000 Jahre alter Baum am "Big Tree Walk", Peel Forest

1000 Jahre alter Baum am "Big Tree Walk", Peel Forest, Wer findet uns?

Little Mt. Peel von unten

Little Mt. Peel von unten

Walk auf den "Little Mount Peel" (1.311m), Peel Forest

Walk auf den "Little Mount Peel" (1.311m), Peel Forest

der Weg zum Gipfel (das Spitzerl in der Mitte des Fotos)

der Weg zum Gipfel (das Spitzerl in der Mitte des Fotos)

Ausblick vom "Little Mount Peel", Peel Forest

Ausblick vom "Little Mount Peel", Peel Forest

Fotos vom „Lake Pukaki“, Mount Cook National Park:

...unser Wahnsinns-Stellplatz direkt am "Lake Pukaki" mit Blick auf die Gletscher... :)

...unser Wahnsinns-Stellplatz direkt am "Lake Pukaki" mit Blick auf die Gletscher... 🙂

...zumindest einer hat sich ins kalte Wasser getraut *gg*, Lake Pukaki

...zumindest einer hat sich ins kalte Wasser getraut *gg*, Lake Pukaki

Sonnenaufgangsstimmung am "Lake Pukaki"

Sonnenaufgangsstimmung am "Lake Pukaki"

Fotos der Weiterfahrt Richtung Dunedin:
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P1060766

"Clay Cliffs", irgendwo zwischen Lake Pukaki und Ostkueste

"Clay Cliffs"

die Wassermassen beim riesigen Staudamm

die Wassermassen beim riesigen Staudamm

"Elephant Rocks"

"Elephant Rocks"

die "Boulders" bei Moeraki

die "Boulders" bei Moeraki

Boulderhuepfen bei Sonnenuntergang :)

Boulderhuepfen bei Sonnenuntergang 🙂

Fotos von Dunedin und Otago Peninsula:

alte Railway Station, Dunedin

alte Railway Station, Dunedin

kurzer Rundwanderweg "Lovers Leap", Otago Peninsula

Eindruck vom kurzen Rundwanderweg "Lovers Leap", Otago Peninsula

Fotos von Dunedin bis Invercargill:

...die ersten Heimkoemmlinge :), Roaring Bay an der "Catlins Coast"

...die ersten Heimkoemmlinge :), Roaring Bay an der Catlins Coast

Ausblick vom Leuchtturm bei "Nugget Point" auf die"Nuggets", Catlins Coast

Ausblick vom Leuchtturm bei "Nugget Point" auf die"Nuggets", Catlins Coast

...unsere "Fotomodelle" ;) , Cannibal Bay an der Catlins Coast

...unsere "Fotomodelle" 😉 , Cannibal Bay an der Catlins Coast

...die meisten waren aber ziemliche Schlafmuetzen... *gg*, Surat Bay an der Catlins Coast

...die meisten waren aber ziemliche Schlafmuetzen... *gg*, Surat Bay an der Catlins Coast

...zuerst muss aber mal der Weg vom Meer ans Schlafplatzerl zurueckgelegt werden ;), Surat Bay an der Catlins Coast

...zuerst muss aber einmal der Weg vom Meer ans Schlafplatzerl zurueckgelegt werden ;), Surat Bay an der Catlins Coast

...kleine suesse Seeloewen-Family :)), Surat Bay an der Catlins Coast

...kleine suesse Seeloewen-Family :)), Surat Bay an der Catlins Coast

Wir 2 mit Alex aus Muenchen! (im Hintergrund: Purakaunui Falls, Catlins Coast)

Wir 2 mit Alex aus Muenchen! (im Hintergrund: Purakaunui Falls, Catlins Coast)

Fischen am Catlins River (die fette Forelle ist leider wieder abgesprungen...), "The Wisp" beim Catlins Rainforest Reserve

Fischen am Catlins River (die fette Forelle ist leider wieder abgesprungen...), "The Wisp" beim Catlins Rainforest Reserve

McLean Falls

McLean Falls

170 Millionen Jahre alter versteinerter Baumstamm

170 Millionen Jahre alter versteinerter Baumstamm

die maechtigen Cathedral Caves

die maechtigen Cathedral Caves

windzersauste Baeume bei Fortrose

windzersauste Baeume bei Fortrose

die Kueste bei den windzersausten Baeumen bei Fortrose

die Kueste bei den windzersausten Baeumen bei Fortrose

unser Platzerl von gestern Nacht, am Fluss bei Invercargill

unser Platzerl von gestern Nacht, am Fluss bei Invercargill

…von Napier bis nach Christchurch!

Hi liebe Leute!

Na wie geht’s euch in der Heimat? Vielen Dank fuer eure Kommentare am Blog und den Mails, die wir gekriegt haben – es freut uns von euch zu lesen :)!

Beim letzten Eintrag waren wir noch auf der Nordinsel in der Stadt „Hastings“, die an der Ostkueste auf dem Weg nach Wellington liegt. Nicht weit von Hastings haben wir uns zu spaeter Stunde (der Blogeintrag hat laaaange gedauert) auf einen freien (gratis) Campingplatz an der Kueste gestellt. Unsere Nachbarn dort waren 4 deutsche Burschen, die wir auch in Tauranga schon einmal kurz getroffen haben. Mit denen haben wir uns am Abend noch ausgemacht, dass wir am Tag darauf gemeinsam zum „Cape Kidnappers“ wandern. Das „Cape Kidnappers“ ist ein Kuestenabschnitt auf dem sich die groesste Toelpelkolonie von Neuseeland befindet. Um dorthin zu gelangen, muss man bei Ebbe (den Gezeitenplan haben wir uns schon in Hastings organisiert) 2 Stunden am Strand entlang spazieren und rechtzeitig wieder zurueckgehen, damit man nicht von der Flut ueberrascht wird. Gemeinsam mit den „deutschen Kollegen“ sind wir in der Frueh aufgebrochen und haben uns die Toelpelkolonie aus der Naehe angesehen. Die fast 20 Kilometer lange Wanderung am Strand entlang war zwar lang aber auf keinen Fall langweilig. Wir haben uns gut mit Philipp, Adrian, Roland und Markus unterhalten und haben die schoene Kuestenlandschaft mit den steil aufragenden Klippen bewundert. Den Voegeln kommt man dabei sehr nahe und man kann sie gut beim geschaeftigen Treiben beobachten – besonders die suessen kleinen Baby-Toelpel mit ihrem grau-weissen, plueschigen Fell 😉

Nach dieser Tour war uns nicht mehr nach Weiterfahren zu Mute und wir haben uns in der Naehe zum ersten Mal ein Motorcamp geleistet (nach 7 Naechten Freicampen). …und es war herrlich: warme Dusche, Waschmaschine und einen tollen Sonnenuntergang mit Regenbogen vor der Haustuer am Strand. Wir haben den Campingplatz voll ausgenutzt und haben mit gefuellten Wasserkanistern, duftenden Koerpern und frischem Gewand die Weiterfahrt Richtung Wellington angetreten.

An diesem Tag (19.1.) haben wir die Nacht auf einem sehr einsamen freien Campingplatz verbracht. Ich (Samuel) hab am spaeteren Nachmittag noch eine kleine Wanderung zu einem Fluss gemacht und Julia hat Ihre Tagebucheintraege nachgeholt.

Am 20.1. sind wir ziemlich frueh aufgebrochen und nach Wellington gefahren. Wellington ist die Hauptstadt und 2. groesste Stadt des Landes und so ziemlich der suedlichste Punkt der Nordinsel. Die Stadt ist umgeben von Huegeln und Waeldern. Einer davon ist der „Otari Wilton’s Bush“. Das ist ein Urwald, der in seiner Urspruenglichkeit erhalten geblieben ist (in Neuseeland wurde fast der ganze Urwald gerodet und anschliessend als Weideflaeche verwendet, als die Europaer in das Land kamen). Hier haben wir auf einem schoenen Walk durch den Wald einen 800 Jahre alten Rimu-Baum gesehen (der aelteste Baum Neuseelands ist ein 1200 Jahre alter Kauri-Baum im Norden der Nordinsel).

Nach diesem schoenen Waldspaziergang sind wir zur oeffentlichen Standseilbahn von Wellington. Standseilbahnen haben eine Tradition in Wellington. Da es hier sehr steil und huegelig ist (das merkt man auch, wenn man durch die Stadt faehrt), haben nicht wenige Haeuser eine private Standseilbahn! Diese Info hab ich von dem „Cablecar-Museum“ in dem ich war, waehrend Julia einen Powernap im Auto gemacht hat. Gemeinsam sind wir dann durch den botanischen Garten von Wellington spaziert (auch der ist steil) und wir muessen sagen, dass dieser botanische Garten einer der schoensten ist, den wir bis jetzt gesehen haben (und wir haben doch schon ein paar besucht), tolle Baeume, eine riesige Kakteensammlung (da haben wir an dich gedacht, Opa (Samy)), einen schoenen Rosengarten (da hab ich an dich gedacht, Mama (July)), und und und.

Ein Highlight von Wellington ist sicher das beruehmte „Te Papa“-Museum, das sich mit der Geschichte, der Natur und der Kultur von Neuseeland beschaeftigt. Das Museum hat fuer alle freien Eintritt und wirklich was zu bieten! Wir haben z.B. den einzigen, der Oeffentlichkeit zugaenglich gemachten Riesenkalmar gesehen und haben viel ueber die Entstehung Neuseelands, die Erdbeben (400 im Jahr, von denen rund 200 spuerbar sind) und Vulkane (viele sind sehr aktiv) hier erfahren. Und auch hier muessen wir sagen, so ziemlich das eindrucksvollste Museum in dem wir bis jetzt waren (und auch da waren wir schon in ein paar ;)).

Unsere Faehre von Wellington nach Picton auf die Suedinsel legte am 21.1. um halb 9 in der Frueh ab. Also haben wir uns auf einen oeffentlichen Parkplatz in der Stadt gestellt und haben die Nacht in der Stadt verbracht.

Die Fahrt mit der Faehre hat ca. 3 Stunden gedauert. Besonders der Streckenabschnitt durch die „Marlborough Sounds“, die Fjordeinfahrt nach Picton, ist landschaftlich sehr schoen. Leider war es nicht sehr sonnig – da wuerde die Fjordlandschaft sicher noch schoener wirken… vielleicht haben wir ja bei der Rueckfahrt auf die Nordinsel mehr Glueck!

In Picton angekommen haben wir uns ein paar Wanderbroschueren aus dem Infocenter besorgt und sind Richtung Westen nach „Havelock“ aufgebrochen. …und das nicht ohne Grund: Erwin hat uns naemlich vor unserer Abfahrt eine „Schatzkarte“ gezeigt, auf der ein Weg eingezeichnet ist, ueber den man zu einem Wasserfall mit Gluehwuermchen kommt. Hier in Neuseeland sind das nicht Insekten wie bei uns, sondern richtige kleine Wuermer (sehen eher aus wie Faeden), die in feuchten Hoehlen oder eben bei bestimmten Wasserfaellen (dort ist es ja auch feucht) zu sehen sind. Diese Gluehwuermchen sind ziemlich eindrucksvoll bei Nacht und man muss dementsprechend auch recht viel zahlen, wenn man eine Gluehwuermchenhoehle besuchen moechte (Da faehrt man dann mit dem Boot in die Hoehle und ist in 10 Minuten wieder draussen.). Praktisch also, dass wir eine Schatzkarte besitzen, mit der das ganze Erlebnis auch gratis moeglich ist! 😉 In Havelock angekommen, sind wir erst mal den Schatzkartenweg bei Tageslicht gegangen und haben geschaut, ob wir den Weg finden – dank der detailgetreuen Karte hatten wir keine Probleme und sind mit Vorfreude auf die Nacht wieder zurueck ins Dorf! 😉 Nachdem Havelock beruehmt fuer leckere gruene Miesmuschelnist , die in allen moeglichen Varianten zubereitet werden, und weil wir schon eeeewig nicht mehr essen waren, haben wir uns eine Portion Miesmuscheln in Weissweinsauce geteilt – mhhh das war echt lecker! Tja und dann ist es schoen langsam immer finsterer geworden und wir haben uns mit unseren Stirnlampen bewaffnet auf den Weg zum Gluehwuermchenwasserfall gemacht. Es war gut, dass wir den Weg schon bei Tag gegangen sind, in der Nacht sieht man da naemlich trotz Stirnlampe nicht wirklich in welche Richtung man geht. Ja und was sollen wir sagen, die Gluehwuermchen waren da und es hat ausgesehen, als haette jemand den Sternenhimmel genommen und ihn ueber den Wald gelegt – es war richtig schoen! Wir waren lange dort und haben die Einsamkeit mit dem Sternenhimmel im Wald sehr genossen. Leider haben wir davon keine Fotos fuer euch (trotz mehrmaliger Versuche – aber keine Chance!), aber die Schatzkarte geben wir gerne weiter :)! Die Nacht haben wir dann versteckt hinter einem Immobilienbuero in Havelock verbracht.

Am naechsten Tag (22.1.) sind wir bei Regen in Havelock aufgewacht und haben geschaut, dass wir schnell weiterkommen. Wir sind zu der nicht weit entfernten (ca. 70 km) Stadt „Nelson“ gefahren, wo es das  tollste Wetter mit Sonnenschein gab! Nelson ist eine sehr schoene Kuestenstadt im englischen Stil mit bunten Blumenampeln an jeder Ecke. Am Samstag ist dort immer Markttag und wir haben die Gelegenheit genutzt, und uns frisches Obst und Gemuese gekauft und die schoene Handwerkskunst der Strassenhaendler angesehen. Nelson haette sicher zum Verweilen eingeladen, aber wir wollten weiter zum „Kahurangi National Park“ um dort ein wenig wandern zu gehen. Die Fahrt zu unserem Wanderausgangspunkt verlief ueber eine extrem steile Schotterstrasse durch den Nationalpark. Wir haben einfach nur gehofft, dass wir da keine Panne mit dem Auto haben, weil da findet man echt niemanden, der einem helfen kann. Aber wir sind gut oben angekommen und waren ueberraschenderweise nicht die einzigen da oben. Der Parkplatz liegt auf ueber 900 Meter und abends ist es dann auch schon recht frisch geworden.

In der Frueh, am 23.1., sind wir um 6 aufgestanden und auf den „Mt. Lodgestone“ (1450m) gewandert. Eine Wanderung durch einen verwunschenen Wald, in dem es fast voellig still ist und die „Beech-Trees“ voll bewachsen sind mit Moosen und Flechten. Eine ganz eigene Stimmung hier durchzuwandern. Am Schluss kommt man dann ueber die Baumgrenze und hat einen tollen Ausblick ueber den Nationalpark, das Meer und die umliegenden Berge. Am Nachmittag waren wir wieder beim Auto und sind die Schotterstrasse runter und weiter zum „Lake Rotoiti“ gefahren, an dem wir den Rest des Tages entspannt haben, soweit es die „Sandflies“ zugelassen haben (das sind kleine Fliegen, sehen aus wie Obstfliegen, und die stechen wie Gelsen nur noch ein bissal unguter und kommen an Seen und Fluessen von Neuseeland vor). In der Naehe des Sees haben wir auch an einem versteckten Platz hinter den Hecken uebernachtet und Julia hat ein Foto vom sonnenroten Wolkenhimmel gemacht (siehe weiter unten).

Am naechsten Tag (24.1.) sind wir wieder um 6 aufgestanden und haben bei sonnigem Wetter eine echt schoene Rundwanderung um und auf den „Mt. Robert“ (1580m) gemacht. Da oben ist ordentlich viel Wind gegangen und wir waren froh, dass wir so gut ausgeruestet waren. Von oben haben wir einen schoenen Ausblick auf den „Lake Rotoiti“ gehabt und die Jause oben in der Sonne hat richtig gut geschmeckt!

Unten angekommen sind wir weiter gefahren, in die Stadt „Westport“. Eine der groesseren Staedte an der Westkueste der Suedinsel. Hier sind wir gleich mal zum Meer gefahren und ich habe mich kurz in die kalten Fluten geschmissen.

Nachdem unser Toyota schon lange keinen Oelwechsel mehr hatte, haben wir uns danach nach einer Werkstaette umgesehen. Wir sind einmal durch die Stadt gefahren und haben beim Wenden eine kleine private Garage mit Autos davor gesehen. Robert, der Besitzer der kleinen Garage hat uns dann den Oelwechsel im Pfusch gemacht und wir haben in der Zwischenzeit mit seinen Freunden in der Garage ein Bier getrunken – war recht witzig dort!

In Westport war klar, dass wir nach viel Wandern und wenig Dusche wieder ein Motorcamp aufsuchen werden. Die warme Dusche hat richtig gut getan und wir haben zum Abendessen leckere Steaks gemacht, ein schoener Ausklang eines langen Tages!

Wir haben uns gut ausgeschlafen und alles war super, bis wir entdeckt haben, dass unser rechter Vorderreifen platt ist. Glueck im Unglueck, dass der Reifen genau dann platt wird, wenn wir im Motorcamp stehen. Wir haben uns den Wagenheber von den Betreibern ausgeborgt und der Reifen war schnell gewechselt. Ausser einem Wagenheber haben wir eh alles dabei – also hat das eigentlich auch wieder ganz gut gepasst! Das Motorcamp haben wir wieder zum Waeschewaschen genutzt und haben uns keinen Stress mit Weiterkommen gemacht. Am Nachmittag sind wir dann zu einer Reifenwerkstaette, um uns einen neuen, gebrauchten Reifen zu kaufen. Secondhandtyres sind hier recht ueblich und sehr guenstig. Fuer den Reifen mit Montage haben wir ca. 45 Euro gezahlt, also ganz ok.

Nicht weit von Westport befindet sich die „Tauranga Bay“ bei „Cape Foulwind“, von wo aus wir am Nachmittag eine kleine Wanderung die Kueste entlang unternommen haben. Bei der Wanderung sind wir u.a. auch bei einer Robbenkolonie vorbeigekommen, wo es zu dieser Jahreszeit auch immer Robbenbabies zu beobachten gibt. Wir haben ziemliche viele gesehen und haben zum ersten Mal unsere Gucker so richtig ausgenutzt :)! Die Wanderung war wirklich schoen und das Wetter war herrlich. Am Abend haben wir in der Tauranga Bay gekocht und gegessen und einen tollen Sonnenuntergang am Strand erlebt. Das Meer hat sich weit zurueckgezogen und viele Moewen und andere Voegel haben im Sand nach Fressbarem gesucht bis die Sonne langsam am Horizont verschwunden ist. Nach Sonnenuntergang haben wir uns dann noch auf den Weg gemacht und sind die Westkueste ein paar Kilometer Richtung Sueden gefahren, bis wir einen guten Platz fuer die Nacht gefunden haben.

Es ist einfach ein tolles Gefuehl, wenn man aufwacht und direkt aufs Meer schaut und beim Zaehneputzen den Wellen zusieht, wie sie an den Klippen brechen. Diese Momente geniessen wir sehr! Am 26.1. sind wir weiter die Westkueste entlang gefahren. Die Strasse verlaeuft direkt an der Kueste durch den „Paparoa Nationalpark“. Eine sehr schoene Fahrt, an der man am liebsten alle paar Meter stehen bleibt, um ein Foto zu machen oder einfach die eindrucksvolle Kuestenszenerie zu bewundern. Nach einem kuerzeren Walk zu einem schoenen Strandabschnitt mit eigenartigen Felsformationen haben wir die bekannten „Pancake Rocks“ besichtigt. Das sind Steinformationen an der Kueste, die aussehen wie uebereinandergestapelte Palatschinken. Die Kuestenstrasse fuehrte uns dann wieder ins Landesinnere und wir fuhren in die Stadt „Greymouth“. Hier gibt es wieder echte Zivilisation mit Geschaeften, Mc. Donalds und Gott-sei-dank auch Autowerkstaetten. Puenktlich bei Einfahrt in die Stadt hat unser Toyota auf einmal ganz komische Geraeusche von sich gegeben. Es hat sich angehoert wie ein Motorschaden und uns ist beiden das Herz in die Hose gerutscht. Im Schritttempo und mit Warnblinkanlage sind wir durch die Stadt getuckert und sind bei der naechsten Werkstaette links rangefahren. Die beiden Mechaniker dort haben das Gesicht verzogen als sie herausgekommen sind und die Sache hat nicht gut ausgesehen. Zum Glueck war’s nur der Keilriemen fuer die Klimaanlage, die ohnehin schon nicht mehr funktioniert. Der Mechaniker hat den Riemen abgeschnitten und weg war das Geraeusch. Er wollte auch gar nichts nehmen fuer seine Leistung, aber wir waren so erleichtert, dass wir ihm fuer die 5 Minuten Arbeit gleich 20 Dollar gegeben haben ;). Nach dieser Aufregung sind wir in Greymouth seit langem wieder mal zum Maeci gegangen und haben uns ein Menue gegoennt. Was hier super ist, ist, dass man hier den Big Mac mit einer Scheibe knusprigem Bacon haben kann, fuer einen Dollar mehr – kann ich nur empfehlen ;)!

Nach der Staerkung haben wir noch einen Lebensmitteleinkauf gemacht und sind dann den „Mt. Arthur’s Pass“ zum „Arthur Pass Village“ gefahren. Eine steile aber schoene Fahrt durch das Tal mit hohen Bergen, wohin man auch blickt. Wir haben uns mit dem Toyota gleich auf den Parkplatz fuer den Aufstieg auf den „Avalanche Peak“ gestellt, um am naechsten Tag gleich in der Frueh die Besteigung der 1833m hohen Bergspitze anzutreten. In der Nacht hat es dann geregnet und gestuermt, sodass wir gar nicht mehr mit einer Wanderung am naechsten Tag gerechnet haben. Aber als wir um 7 in der Frueh aufgewacht sind war strahlender Sonnenschein auf den Bergen und keine Wolke am Himmel. Vom tollen Wetter motiviert sind wir bald losgestartet zu unserer bisher schwierigsten, anstrengensten und schoensten Wanderung. Gut die Haelfte des Weges fuehrte uns durch den Wald. Ueber der Baumgrenze hat man dann ein richtig tolles Panorama mit Blick auf den Gletscher. Der Aufstieg war ziemlich steil und felsig, aber der Ausblick hat uns sehr motiviert ganz nach oben zu kommen, um den Rundumblick zu haben. Oben angekommen haben wir unsere Jause genossen und konnten uns nicht satt sehen an der schoenen Berglandschaft! Hier oben haben uns auch Keas Gesellschaft geleistet, die beim Aufstieg schon ueber unsere Koepfe hinweggezogen sind. Keas sind die weltweit einzigen Bergpapageie und kommen nur auf der Suedinsel von Neuseeland vor. Die sind total neugierig und man muss aufpassen, dass sie einem die Jause nicht wegschnappen. Aber es kommt einem schon ziemlich witzig vor, wenn man da oben auf Papageie stoesst, die noch dazu so frech und liebenswert sind! 🙂

Der Abstieg war dann noch ziemlich anstrengend und unten angekommen haben uns die Beine schon ziemlich geschlottert. Wir wollten an diesem Tag dann nicht mehr viel Weg machen und sind nur mehr ein paar Kilometer durch das Tal gefahren, um dann am „Lake Pearson“ zu entspannen. Die Fahrt zum See war sehr schoen, aber fast noch schoener war das Ausspannen am See nach der anstrengenden Wanderung. Hier haben wir auch zum ersten Mal unsere Solardusche ausprobiert, die recht gut funktioniert hat.

Am darauf folgenden Tag (gestern, 28.1.) haben wir uns richtig gut ausgeschlafen. Vom Bett aus haben wir auf den See gesehen und das Liegenbleiben sehr genossen. Den Tag sind wir dann gaaanz ruhig angegangen und haben nicht viel gemacht, ausser den Platz und den See zu geniessen. Am Spaetnachmittag sind wir dann aufgebrochen, um nach Christchurch zu fahren. Diese Fahrt war eine der schoensten Strecken, die wir bis jetzt gefahren sind. Eine tolle Berglandschaft, durch die die Strasse fuehrt, mit witzigen Felsformationen und einem Wolkenspiel am Himmel wie aus dem Bilderbuch.

Ja und seit gestern Abend sind wir also in Christchurch, haben uns einen guten Parkplatz zum uebernachten gesucht und haben den heutigen Tag vor allem mit diesem Blogeintrag verbracht! Von der Stadt haben wir noch nicht viel gesehen. Wir werden also noch mindestens eine Nacht hier bleiben bevor’s weiter geht.

Wohin genau, das werden wir noch sehen, wir richten uns da nach dem Wetter und unserer Laune. Bis jetzt haben wir so ein Wetterglueck, es ist fast nur schoen und nass sind wir auch noch nicht richtig geworden – hoffentlich bleibt’s so :)!

Wir freuen uns schon jetzt wieder auf eure Nachrichten :)!

Bis zum naechsten Eintrag ihr Lieben,

die Bergsteiger 😉

PS: Wir haben dem vorigen Eintrag noch 3 Fotos hinzugefuegt, die auf der anderen Speicherkarte waren.

Hier die Fotos zur Story:

Fotos der Nordinsel:

Strandspaziergang zu "Cape Kidnappers"
Strandspaziergang zu „Cape Kidnappers“
Toelpel-Mama mit Toelpel-Baby
Toelpel-Mama mit Toelpel-Baby
...unsere 4 Wegbegleiter zum Cape Kidnappers
…unsere 4 Wegbegleiter zum Cape Kidnappers
Abendstimmung am Campingplatz bei "Cape Kidnappers"
Abendstimmung am Campingplatz bei „Cape Kidnappers“
Wellington, die Hauptstadt von Neuseeland
Wellington, die Hauptstadt von Neuseeland
Botanical Garden, Wellington
Botanical Garden, Wellington
Riesenkalmar, Te Papa Museum (Wellington)
Riesenkalmar, Te Papa Museum (Wellington)

...bei uns geschuetzt, hier eine Plage!
…bei uns geschuetzt, hier eine Plage!

unsere Faehre auf die Suedinsel
unsere Faehre auf die Suedinsel

Faehrfahrt durch die Marlborough Sounds
Faehrfahrt durch die Marlborough Sounds

Faehr-Fahrt nach Picton (Suedinsel) durch die "Marlborough Sounds"

Fotos von der Suedinsel:

...unsere Gluehwuermchen-Schatzkarte! :-)
…unsere Gluehwuermchen-Schatzkarte! 🙂
Nachtexpedition zu den Gluehwuermchen, Havelock
Nachtexpedition zu den Gluehwuermchen, Havelock
Wanderung auf den "Mount Lodgestone", Kahurangi National Park
Wanderung auf den „Mount Lodgestone“, Kahurangi National Park
...kurz vor dem Gipfel
…kurz vor dem Gipfel
Ausblick vom Lodgestone auf den gegenueberliegenden "Mount Arthur"
Ausblick vom Lodgestone auf den gegenueberliegenden „Mount Arthur“
...am Gipfel des Lodgestone auf ueber 1.400m! (ganz hinten sieht man schon das Meer :-))
…am Gipfel des Lodgestone auf ueber 1.400m! (ganz hinten sieht man schon das Meer :-))

Weiterfahrt nach St. Arnaud zum Nelson Lake National Park
Weiterfahrt nach St. Arnaud zum Nelson Lake National Park
Abendstimmung am Gratiscampingplatz beim Nelson Lake National Park
Abendstimmung am Gratiscampingplatz beim Nelson Lake National Park

Rundwanderweg auf den "Mount Robert", Nelson Lake National Park
Rundwanderweg auf den „Mount Robert“, Nelson Lake National Park

windumtostes Hochplateau am Mount Robert

windumtostes Hochplateau am Mount Robert

Ausblick auf den "Lake Rotoiti"
Ausblick auf den „Lake Rotoiti“

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Samy traut sich ins eiskalte Meer, Westport
Samy traut sich ins eiskalte Meer, Westport
...eine unserer vielen leckeren Mahlzeiten :-)
…eine unserer vielen leckeren Mahlzeiten 🙂
...der Meister am Werk ;-)
…der Meister am Werk ;-), Campingplatz Westport
Seal Colony, Naehe "Tauranga Bay" bei Cape Foulwind
Seal Colony, Naehe „Tauranga Bay“ bei Cape Foulwind
Coastal Walk zum Leuchtturm von Cape Foulwind
Coastal Walk zum Leuchtturm von Cape Foulwind
Sonnenuntergang in der "Tauranga Bay"
Sonnenuntergang in der „Tauranga Bay“
Sonnenuntergang, Tauranga Bay bei Cape Foulwind
Sonnenuntergang, Tauranga Bay bei Cape Foulwind
Fahrt entlang der Westkueste der Suedinsel, "Paparoa National Park"
Fahrt entlang der Westkueste der Suedinsel, „Paparoa National Park“
"Pancake Rocks", Punakaiki
„Pancake Rocks“, Punakaiki

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Rundwanderweg auf den "Mount Avalanche" bei bestem Wetter :-)
Rundwanderweg auf den „Mount Avalanche“ bei bestem Wetter 🙂
...3 Stunden nur bergauf...
…3 Stunden nur bergauf…
...und weiter gehts am Kamm entlang...
…und weiter gehts am Kamm entlang…
Tolle Ausblicke und Bergpapageien (Kea) ueberall :-)
Tolle Ausblicke und Bergpapageien (Kea) ueberall 🙂

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...unsere Jause in Gefahr

...unsere Jause in Gefahr

Juhuu - endlich oben auf den 1.833m!
Juhuu – endlich oben auf den 1.833m!

...auch der Abstieg war beeindruckend - ueberall TEPPICHE von Edelweiss!
…auch der Abstieg war beeindruckend – ueberall TEPPICHE von „New Zealand Edelweiss“!
unser Stellplatz am "Lake Pearson"
unser Stellplatz am „Lake Pearson“
...der Koch bei der Arbeit ;-)
…der Koch bei der Arbeit 😉
Fruehmorgens am Lake Pearson...
Fruehmorgens am Lake Pearson…
Weiterfahrt ueber die Neuseelaendischen Alpen nach Christchurch
Weiterfahrt ueber die Neuseelaendischen Alpen nach Christchurch